https://www.faz.net/-gqe-9g0x9

Quartalsgewinn verdoppelt : VW trotzt der Diesel-Affäre

  • Aktualisiert am

VW-Autos fahren Seilbahn im Werk in der Nähe von Pressburg (Bratislava). Bild: dpa

VW hat in den ersten neun Monaten fast 10 Milliarden Euro verdient. Das bedeutet ein Plus um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr. Auch auf den Rest des Jahres blickt der Konzern optimistisch.

          Der Volkswagen-Konzern hat in den ersten neun Monaten trotz der Einführung neuer Abgastests sowie einer Geldbuße in der Dieselaffäre mehr verdient. Der Nettogewinn stieg in dem Zeitraum um 24 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Euro – trotz der 800-Millionen-Euro-Geldbuße der Tochter Audi wegen der Manipulation von Dieselabgastests, wie der Konzern am Dienstag in Wolfsburg bekanntgab.

          Volkswagen bestätigte zudem seine Ziele für das Gesamtjahr: die Umsätze sollten um bis zu 5 Prozent über denen des Vorjahres liegen, die Rendite – also der Anteil des operativen Ergebnisses vor Sondereinflüssen am Umsatz – bei 6,5 bis 7,5 Prozent.

          Im laufenden Geschäft lag das Ergebnis – vor Sondereinflüssen – mit 13,3 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau (13,2 Milliarden Euro). Besondere Effekte eingerechnet gab es ein kleines Plus von 10,6 Milliarden auf rund 10,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf 174,6 Milliarden Euro.

          Gewinn im dritten Quartal steigt deutlich

          Im dritten Quartal stieg der Gewinn deutlich – von 1,07 auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte VW allerdings wegen ausgeweiteter Diesel-Rückstellungen einen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um 18,6 Prozent auf 3,51 Milliarden Euro ab, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Wolfsburg mitteilte.

          Im abgelaufenen Quartal hatte den Volkswagen-Konzern neben der Geldbuße die Einführung neuer Abgastests belastet. Bei der Neu-Zertifizierung seiner Fahrzeugmodelle nach dem neuen Abgas- und Verbauchsstandard WLTP war es zu Verzögerungen gekommen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Justizminister David Gauke

          Wegen Johnson : Britischer Justizminister kündigt Rücktritt an

          Sollte Boris Johnson Premierminister werden, will David Gauke sein Amt niederlegen. Ein No-Deal-Brexit, wie ihn Johnson verfolge, bedeute seiner Meinung nach eine nationale „Demütigung“, die er nicht unterstützen könne.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.