https://www.faz.net/-gqe-9bxe6

Sorgen in Rüsselsheim : Teile von Opel-Entwicklung vor Verkauf?

Das Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim (Archivbild) Bild: dpa

Das Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim ist ein wichtiger Teil der lahmenden Automarke. Die Eigentümer haben nun offenbar neue Pläne dafür.

          1 Min.

          Das Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim ist ein Kernstück der Automarke, die inzwischen seit rund einem Jahr zum französischen Konzern PSA Peugeot Citroën gehört. Kürzlich erst hatte PSA mitgeteilt, dass die Ingenieure die nächste Generation der Vierzylinder-Benzinmotoren für die PSA-Gruppe entwickeln sollen. Zudem hatte PSA Anfang des Jahres 15 sogenannte Kompetenzzentren nach Rüsselsheim verlegt. Die Mitarbeiter entwickeln zum Beispiel Brennstoffzellen oder Sitze für PSA.

          Einem Bericht zufolge stehen einige dieser Vorhaben nun offenbar zur Disposition – und damit auch bis zu 4000 der zuletzt gemeldeten 7000 Arbeitsplätze im Entwicklungszentrum. Wie die französische „Le Monde“ am Dienstagabend berichtete, will sich PSA von einem Teil der Einrichtung trennen. Die passenden Käufer stünden schon parat. Es seien die französischen Unternehmen Altran, Akka und Segula sowie der deutsche Ingenieurdienstleister Bertrandt. Opel teilte dazu nur mit, es kommentiere keine Spekulationen. Dem Vernehmen nach will die Gewerkschaft IG Metall aber die Mitarbeiter des Entwicklungszentrums sowie des Testzentrums in Dudenhofen am Mittwoch über die möglichen Verkaufspläne informieren.

          Erst Ende Mai hatten sich Arbeitnehmervertreter, Gewerkschaft, Opel und PSA auf Eckpunkte zur Zukunftssicherung der deutschen Standorte geeinigt. Die Geschäftsführung sicherte Investitionen in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern zu, im Gegenzug sollten 3700 Stellen oder 20 Prozent der rund 19.000 Stellen hierzulande abgebaut werden. Ein Teilverkauf des Entwicklungszentrums war nicht Teil der Einigung.

          Weitere Themen

          Im Schatten Chinas

          FAZ Plus Artikel: Indiens Wirtschaft : Im Schatten Chinas

          Die Handelsbeziehungen zu Indien sind ein schwieriges Kapitel in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Erst die marktwirtschaftliche Öffnung des Landes sorgte für Schwung. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten, spricht bei einer Wahlkampfkundgebung im Lake Charles Civic Center.

          Amerika : Vereinzelte Republikaner wenden sich gegen Trump

          Einzelne Republikaner erwägen, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump zu unterstützen. Die Mehrheit steht nach wie vor hinter ihrem Präsidenten und will das auch mit einer offiziellen Abstimmung bestätigen.
          Der britische Premierminister Boris Johnson steht beim EU-Gipfel in Brüssel im Zentrum.

          Europäische Union : Britisches Parlament stimmt über Brexit-Vertrag ab

          Stimmt das britische Unterhaus heute für den Vertrag, den Premierminister Boris Johnson mit der EU ausgehandelt hat, wird Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union austreten. EU-Kommissar Günther Oettinger schließt weitere Verhandlungen aus, sollte es nicht zu einer Einigung kommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.