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Französische Mutterfirma : PSA-Chef: Sanierung von Opel noch nicht abgeschlossen

  • Aktualisiert am

PSA-Vorstandsvorsitzender Carlos Tavares Bild: AFP

Bei Opel gebe es noch einiges zu tun, sagt der Chef der Muttergesellschaft. Gerade in Europa ist PSA dabei erfolgreich – Probleme gibt es in anderen Weltregionen.

          Die Sanierung von Opel ist aus Sicht seiner französischen Muttergesellschaft PSA noch nicht abgeschlossen. Das sagte Vorstandschef Carlos Tavares am Donnerstag vor seinen Aktionären in Rueil-Malmaison bei Paris. Dennoch sei die Übernahme von Opel ein lohnendes Geschäft gewesen – denn der an General Motors gezahlte Kaufpreis von 1,3 Milliarden Euro sei nach eineinhalb Jahren schon praktisch eingespielt worden. Opel hatte im vergangenen Jahr wieder einen Gewinn erzielt.

          Die Sanierung von Opel sei aber noch nicht völlig abgeschlossen, resümierte Tavares. Die im  Sanierungsplan für Opel festgelegte Betriebsmarge von sechs Prozent müsse noch erreicht werden. Im
          vergangenen Jahr waren es bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall 4,7 Prozent gewesen.

          PSA mit den Stamm-Marken Peugeot, Citroën und DS hatte Opel im Sommer 2017 übernommen. Gerade in Deutschland gibt es Widerstand der Arbeitnehmer, beispielsweise beim Teilverkauf des Rüsselsheimer Entwicklungszentrums an den Dienstleister Segula.

          Tavares schloss andere „Gelegenheiten“ wie den Zukauf Opel auf dem Automobilmarkt auf Nachfrage nicht aus. „Wir haben aber nicht besonders das eine oder das andere Unternehmen im Blick“, sagte Tavares. Es hatte Spekulationen gegeben, wonach PSA beispielsweise mit dem italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat-Chrysler eine Partnerschaft vereinbaren könnte.

          Umsatz zurückgegangen, Europa erfolgreich

          PSA hat im ersten Quartal wegen sinkender Verkäufe in China und Südamerika etwas weniger umgesetzt als im Vorjahr. Die Umsätze sanken um 1,1 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte insbesondere in Argentinien und der Türkei belasteten ebenfalls. Das Autogeschäft nahm um 1,8 Prozent ab. Stabil entwickelte sich hingegen der zum Konzern gehörende Autozulieferer Faurecia.

          In den Monaten Januar bis März verkaufte PSA insgesamt 15,7 Prozent weniger Fahrzeuge, bereinigt um die Geschäfte im Iran lag das Minus bei 6 Prozent. Der Konzern hatte seine Iran-Aktivitäten eingestellt. In allen Regionen waren die Absätze dabei rückläufig – mit Ausnahme von Europa, wo die Verkäufe sogar leicht um 1,6 Prozent zulegten und der Konzern Marktanteile gewann. Die Tochter Opel-Vauxhall steigerte den Absatz um 3,9 Prozent.

          Die Prognose für die Marktentwicklung bestätigte PSA: So erwarteten die Franzosen für 2019 einen stabilen Automarkt in Europa, während der Markt in China um 3 Prozent und der in Südamerika um 2 Prozent zurückgehen dürfte. Für Russland geht die Gruppe von einem Wachstum von 5 Prozent aus.

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