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Prozess in Amerika : Noch mehr Glyphosat-Kläger gegen Bayer

  • Aktualisiert am

Bayers Werksgelände in Leverkusen Bild: dpa

9.300 Klägern steht Bayer wegen Glyphosat in Amerika inzwischen gegenüber, teilte der Pharma-Konzern bei der Vorstellung der Quartalszahlen mit. Die übertrafen die Erwartungen – auch wegen Monsanto.

          Die Zahl der Klagen gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat hat sich weiter erhöht. Bis zum 30. Oktober seien in Amerika Klagen von etwa 9.300 Klägern zugestellt worden, teilte Bayer am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen mit. Es sei mit weiteren Glyphosat-Klagen zu rechnen.

          Zuletzt hatte Bayer eine Schlappe im Glyphosat-Prozess erlitten. Ein amerikanisches Gericht hatte überraschend das Urteil gegen den Herbizid-Hersteller bestätigt, wonach Monsanto-Mittel wie Roundup, die Glyphosat enthalten, verantwortlich für den Krebs des Klägers seien, die Strafsumme aber deutlich reduziert.

          Stabile Quartalszahlen

          Derweil blieb das Ergebnis von Bayer im dritten Quartal dank des Wachstums im Pharmageschäft und der Übernahme von Monsanto stabil. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stagnierte auf dem Vorjahresniveau von 2,2 Milliarden Euro, wie der Pharma- und Agrarchemiekonzern am Dienstag in Leverkusen mitteilte. Rechnet man die Sondereffekte ein, verdiente der Dax-Konzern ungefähr 2,9 Milliarden Euro nach knapp 3,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

          Analysten hatten mit einem Rückgang des Ebitda auf 2,05 Milliarden gerechnet. Der Kurs der Bayer-Aktie reagierte vorbörslich kaum.

          Negative Währungseffekte belasteten das Geschäft mit rund 160 Millionen Euro. Dagegen seien die Beiträge durch den im Sommer übernommenen amerikanischen Saatgutriesen Monsanto höher ausgefallen als erwartet, erklärte Bayer.

          Ausblick bestätigt

          Auch den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern: Bei einem Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro soll das Ergebnis in diesem Jahr im einstelligen Prozentbereich wachsen. Im Vorjahr hatte Bayer vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen knapp 9,3 Milliarden Euro verdient.

          Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte Bayer den Umsatz infolge der Übernahme von Monsanto um fast ein Viertel auf 9,9 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft – also Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen herausgerechnet – lag das Plus bei 1,9 Prozent.

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