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Betrug bei Audi : Mein Name ist Stadler

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler im Gerichtssaal im Gefängnis von Stadelheim Bild: EPA

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler will von den Manipulationen an Hunderttausenden Motoren lange nichts gewusst haben. Wie glaubwürdig das ist, muss das Strafgericht nun herausfinden.

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          Rupert Stadler hat eine steile Karriere im Volkswagen-Konzern gemacht. Sie führte den Betriebswirt bis in die Chefetage. Stadler war Büroleiter von VW-Patriarch Ferdinand Piëch, dem langjährigen VW-Chef Martin Winterkorn folgte er bei Audi. All das erzählt Stadler am Dienstag freimütig vor Gericht. Piëch und Winterkorn, die beiden Granden der deutschen Autoindustrie, waren bekannt für eine Detailversessenheit bis zur letzten Schraube, dafür, Probleme unterschiedlichster Art schnell und geräuschlos zu beseitigen. Von ihnen hat Stadler gelernt.

          Doch im Diesel-Skandal, in dem sich Stadler mit drei weiteren Angeklagten vor dem Münchner Landgericht verantworten muss, will er als Audi-Chef und VW-Konzernvorstand von den Manipulationen an Hunderttausenden Motoren lange nichts gewusst haben. Mehrfach betont Stadler, er habe als „Nichttechniker“ die „Dinge“ nur begrenzt bewerten können.

          Schützt Unwissenheit vor Strafe? Und wie glaubwürdig sind derartige Ausführungen von einem Vorstandsvorsitzenden, der sich während seiner Amtszeit in der Beletage der deutschen Managerelite wähnte? Das zu bewerten ist Sache des Strafgerichts, das diesen Mammutprozess in allen Details aufarbeiten will und sich dafür zwei Jahre Zeit nimmt.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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