https://www.faz.net/-gqe-9pmuf

Prognose jedoch bestätigt : Siemens schwächelt

  • Aktualisiert am

Die Geopolitik ist schuld, meint Siemens-Chef Joe Kaeser. Bild: Reuters

Siemens-Chef Joe Kaeser macht die Geopolitik für schwächere Quartalszahlen des Konzerns verantwortlich. Im Industriegeschäft wird deutlich weniger verdient. Dennoch bestätigen die Münchner die Prognose.

          1 Min.

          Der Technologiekonzern Siemens bekommt die Eintrübung in seinen Schlüsselmärkten zu spüren und zeigt sich für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 etwas pessimistischer. Zwar bestätigten die Münchner am Donnerstag bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Geschäftsquartal, das bis Ende Juni dauerte, grundsätzlich ihre Prognose.

          Allerdings geht der Konzern nun davon aus, bei der erwarteten operativen Marge (Ebita) für das Industriegeschäft das untere Ende der Spanne von 11 bis 12 Prozent zu erreichen. Die Umsätze sollen vergleichbar moderat wachsen, teilte Siemens weiter mit. Dieses Ziel sei jedoch „herausfordernder“ geworden. Die Prognose für das Ergebnis je Aktie wurde bekräftigt. Kosten für Personalabbau sind dabei herausgerechnet.

          Die Geopolitik macht Sorgen

          „Geopolitik und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft schaden einer ansonsten positiven Geschäftsneigung“, sagte Vorstandschef Joe Kaeser. „Ein robuster Mobilitätssektor und eine konsequente Abarbeitung von Projekten werden uns helfen, unsere Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen“, fügte er an.

          Im dritten Quartal, das Ende Juni endete, sank das bereinigte Ebita des Industriegeschäfts um 12 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro und verfehlte die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 2,19 Milliarden Euro gerechnet hatten. Dabei belasteten schwächere Ergebnisse in der Digitalisierungssparte den Konzern. Hier wirkten sich die Schwäche in der Autoindustrie sowie im Maschinenbau negativ auf das Automatisierungsgeschäft von Siemens aus.

          Auch das vor der Ausgliederung stehende Energiegeschäft „Gas and Power“ verzeichnete sinkende Ergebnisse. Die entsprechende Marge nahm von 11,3 auf 9,6 Prozent ab.

          Nur die Zug-Sparte und das Medizintechnik-Tochterunternehmen Healthineers legten zu. Der Umsatz legte auf vergleichbarer Basis um 2 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang wuchs – getrieben von der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa und der Zug-Sparte Mobiity – um sechs Prozent auf 24,5 Milliarden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.