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Prognose abermals gesenkt : Toyota rutscht in die roten Zahlen

  • Aktualisiert am

Auch Toyota leidet stärker unter der Krise als gedacht Bild: AP

Der weltgrößte Autobauer Toyota ist von der globalen Absatzkrise erheblich stärker getroffen worden als bislang erwartet. Der Konzern rechnet nun auch auf Nettobasis mit roten Zahlen. Unterm Strich werde das Minus im Geschäftsjahr bis Ende März etwa 3 Milliarden Euro erreichen.

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          Nach einer Gewinnwarnung im November und einer weiteren im Dezember rechnet der weltgrößte Autohersteller Toyota jetzt auch auf Ebene des Nettoergebnisses nicht mehr mit einem Gewinn im laufenden Geschäftsjahr 2008/2009. Unterm Strich werde das Minus im Geschäftsjahr bis Ende März 350 Milliarden Yen (rund 3 Milliarden Euro) erreichen, teilte das Unternehmen am Freitag nach Börsenschluss in Tokio mit.

          Im Vorjahr hatte der Branchenprimus noch einen Rekordertrag von 1,72 Billionen Yen eingefahren. In operativer Rechnung hatte Toyota zwar schon im Dezember Verluste angekündigt, doch werden sie mit 450 Milliarden Yen nun viel höher ausfallen als gedacht. Im Dezember war man noch von einer Höhe von 150 Milliarden Yen ausgegangen. Damit bestätigen sich kürzliche Berichte japanischer Medien. Die Umsatzprognose wurde um 2,3 Prozent auf 21 Billionen Yen gesenkt.

          Rating herabgestuft

          Wie Toyota mitteilte, fiel im dritten Geschäftsquartal ein Verlust von netto 164,7 Milliarden Yen an nach einem Gewinn im gleichen Vorjahreszeitraum von 458,6 Milliarden Yen. Der Umsatz sank zudem um 28,4 Prozent auf 4,8 Billionen Yen, hieß es.

          Der Konzern senkte außerdem abermals seine Absatzprognosen. Weltweit werde Toyota im laufenden Geschäftsjahr 7,32 Millionen Fahrzeuge und damit 220.000 Autos weniger als bislang erwartet absetzen, hieß es. Das Unternehmen kündigte Kostenreduzierungen im Umfang von zehn Prozent an.

          Die Ratingagentur Moody's stufte das Rating für die langfristigen vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten der Toyota Motor Corp auf „Aa1“ von „Aaa“ herab. Betroffen seien Verbindlichkeiten im Volumen von 19 Milliarden Dollar. Das Kurzfristrating von „Prime-1“ wurde bestätigt. Der Ausblick sei negativ, teilte die Ratingagentur mit.

          Die Autoindustrie leidet weltweit schwer unter dem Konjunkturabschwung. Der Absatz ist eingebrochen, weil sich die Kreditbedingungen für Privat- und Geschäftskunden verschärft haben und die Kunden größere Ausgaben scheuen. Im Januar fiel der Absatz auf dem wichtigen amerikanischen Markt auf den Stand von 1982.

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