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Milliardär gegen Virus : Ein Mann, Tausende Beatmungsgeräte

Strive Masiyiwa während einer Diskussionsrunde in London Bild: Picture-Alliance

Strive Masiyiwa ist eine Kultfigur für junge Afrikaner. Der Milliardär gründete sein erstes Unternehmen mit einem Startkapital von 75 Dollar. Heute hilft er seinem Heimatkontinent im Kampf gegen das Coronavirus.

          5 Min.

          Wie schafft man für Afrikas Krankenhäuser in kürzester Zeit Zehntausende Beatmungsgeräte heran? Erst habe er „Jeff“ angerufen, erzählt Strive Masiyiwa. Der frühere Ebay-Gründer Jeff Skoll hatte sich schon in der Ebola-Krise in Westafrika mit viel Geld und Elan engagiert. Wenig überraschend hatte er Ideen für kostengünstige Modelle im Kopf. Dann kontaktierten die beiden „Richard“ (Branson), der viele „schlaue Ingenieure bei Virgin Galactic beschäftigt“. Und am Ende kam der südafrikanische Milliardär Christo Wiese dazu und erklärte sich bereit, die Geräte in seinem Unternehmen in Südafrika herzustellen. Die ersten 1000 Geräte werden jetzt produziert, 30.000 sind geplant.

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          In der Corona-Krise sind private Initiativen in Afrika mehr als anderswo auf der Welt gefordert. Der aus Zimbabwe stammende Telekom-Unternehmer Masiyiwa gehört zu den aktivsten im Kampf gegen die Pandemie. Im April spendete seine Stiftung 45 komplette Beatmungseinheiten für Intensivstationen in Zimbabwe im Wert von jeweils 15.000 bis 100.000 Dollar. Im Juni finanzierte er Corona-Test-Kits, damit sich medizinisches Personal und Bedürftige kostenlos testen lassen können. Als Spezialgesandter der Afrikanischen Union brachte er außerdem eine Online-Plattform auf den Weg, auf der afrikanische Regierungen Schutzkleidungen und medizinisches Gerät bestellen können.

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