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Lukrative Musikrechte : Primary Wave kauft Prince-Erben Anteile ab

Prince im Juni 2011 in Paris Bild: AFP

Der US-Verlag Primary Wave besitzt Anteile am Katalog von Bob Marley oder Whitney Houston. Nun ist er auch beim Nachlass von Prince beteiligt.

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          Der amerikanische Musikverlag Primary Wave hat sich eine Beteiligung am Nachlass von Prince gesichert. Nachdem das Unternehmen Anteile von drei Erben des im April 2016 im Alter von 57 Jahren verstorbenen Künstlers übernommen hat, beläuft sich dem Wall Street Journal zufolge sein Anteil insgesamt auf 42 Prozent, womit es der größte einzelne Teilhaber sei. Damit partizipiert der 2006 von Lawrence Mestel gegründete und unter anderem von Blackrock unterstützte Verlag künftig an den Einnahmen aus der Vermarktung der Aufnahmen sowie Kompositionen von Prince, aber auch an solchen, die über Markenrechte oder Paisley Park – einst Wohnort und Studio des Künstlers – generiert werden. Erst Ende Juli wurde das 2010 aufgenommene, aber zu Lebzeiten von Prince nie veröffentlichte, Album „Welcome 2 America“ veröffentlicht.

          Nachlass noch in Verwaltung

          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach dem Tod des Künstlers, der kein Testament hinterlassen hat, hatte es eine Reihe von Streitigkeiten über den Umgang mit seinem Erbe gegeben. 2017 benannte ein Gericht in Minnesota schließlich sechs Erben. Mestel betonte gegenüber dem Wall Street Journal, Primary wolle gemeinsam mit den Erben daran arbeiten, das Erbe so zu vermarkten, dass Prince stolz wäre. Bis ausstehende Steuerfragen geklärt sind, verbleibt der Nachlass allerdings in Verwaltung der Comerica Bank & Trust.

          Primary Wave ist einer von verschiedenen Akteuren, die in jüngster Zeit vor allem Autorenrechte von profilierten Künstlern aufgekauft haben. Neben Musik-Unternehmen interessiert das Feld zunehmend auch Finanzinvestoren. Die Käufer setzen darauf, etwa durch weiteres Wachstum im Streamingbereich und die Platzierung von Werken in Serien, Werbung oder anderen Kanälen, die Einkünfte aus den Katalogen zu steigern und somit über ein sicheres Investment zu verfügen. Für 80 Prozent der Autorenrechte von Fleetwood Mac-Frontfrau Stevie Nicks soll Primary Wave beispielsweise rund 100 Millionen Dollar ausgegeben haben. Zudem hält der Verlag Anteile am Katalog von Bob Marley oder Whitney Houston.

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