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Preiskampf im Einzelhandel : Billiger geht immer

Prospekte verschiedener Lebensmittelhändler liegen auf einem Tisch. Bild: dpa

Der Preiskampf im Lebensmittel-Einzelhandel nimmt neue Dimensionen an. Jeder will der Günstigste sein. Nicht immer wird dabei nach fairen Regeln gespielt.

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          Märchen sollen in der Regel ja gut ausgehen. Aber nun mal nicht für alle Märchenfiguren. Die böse Stiefmutter in Gebrüder Grimms Schneewittchen erleidet keinen schönen Tod: Sie muss in Eisenpantoffeln so lange tanzen, bis sie irgendwann tot umfällt. Diesem Märchen bedient sich nun auch Discounter Lidl in einer Werbung und stellt den Konkurrenten Aldi als böse Königin dar, die getreu der Erzählung eine Frage an den allwissenden Spiegel stellt: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der günstigste im ganzen Land?“ Die Antwort erscheint ganz klar: Lidl. „Aldi anderen erzählen Märchen.“

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Discounter und Supermärkte liefern sich seit mehreren Wochen einen erbitterten Preiskrieg im Lebensmittelhandel. Während zunächst die Discounter Aldi und Lidl sich von Rabatt zu Rabatt schaukelten, begannen daraufhin auch Penny und Netto ihre Preise zu senken. Auslöser der Rabattschlacht war die Mehrwertsteuersenkung, die die Bundesregierung im Rahmen ihres Konjunkturpakets beschlossen hat. Diese geben die meisten Supermärkte und Discounter an ihre Kunden weiter. Damit aber nicht genug: Die Einzelhändler nutzen die Zeit, um die Preise noch einmal deutlich darüber hinaus zu senken – und sich dabei in medialen Kampagnen als Preisführer darzustellen.

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