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Preiskampf : Aldi macht die Wurst günstiger

  • Aktualisiert am

Der Preiskampf geht weiter - gut für die Kunden. Bild: dpa

Aldi setzt ein weiteres Mal den Rotstift an und senkt die Preise für zahlreiche Wurstwaren. Konkurrent Norma ist schon gefolgt: Die nächste Runde im Preiskampf der Lebensmittelhändler läuft.

          Der Preiskampf im deutschen Lebensmittelhandel verschärft sich. Discount-Marktführer Aldi läutet eine neue Runde ein. Die Kette gar die Preise für zahlreiche Wurstwaren vom Braten-Aufschnitt über den Schwarzwälder Schinken bis zur Salami gesenkt. Der erste Rivale regiert bereits: Norma setzt ebenfalls den Rotstift an.

          Aldi begründete die Preissenkungen zwischen 2,5 und 10 Prozent mit gesunkenen Einkaufspreisen. Der Konzern gebe diese Preisvorteile an seine Kunden weiter - ohne Abstriche an der Qualität oder den Tierschutzstandards. Norma begründet die geringeren Preise ebenfalls mit günstigeren Einkäufen. Auch dort geht es um zahlreiche Aufschnittsorten, deren Preis je Packung in der Regel um 10 Cent reduziert wird.

          Aldi sorgt zurzeit mit immer neuen Rotstift-Aktionen dafür, dass die Preise im deutschen Lebensmittelhandel erstmals seit Jahren wieder auf breiter Front rutschen. Seit Januar hat Aldi Schlag auf Schlag die Preise für Eier, Instant-Kaffee, Frühstücks-Cerealien, Wein, Fisch, Butter und Fleisch gesenkt und setzt damit die Konkurrenz unter Druck.

          Was Aldi tut, wirkt sich auf den gesamten Handel aus. Denn viele Wettbewerber orientieren sich im Preiseinstiegsbereich am Discount-Marktführer. Vor allem die Preissenkungen bei Rind- und Geflügelfleisch vor einer Woche stießen jedoch unter Tierschützern, aber auch in Teilen des Handels auf Kritik. Der deutsche Tierschutzbund sprach von einer Dumping-Strategie auf dem Rücken der Tiere. Auch Konkurrent Lidl kritisierte in einem für die Branche ungewöhnlichen Schritt aus Tierschutzgründen die Preissenkungen des Marktführers.

          Doch ließ sich Aldi von der Kritik nicht beeindrucken, wie die neue Preisrunde zeigt. Für den Marktführer ist es zurzeit wichtig, Preissignale zu setzen. Denn immer wieder sieht sich Aldi durch Wettbewerber herausgefordert. So unterboten Rivalen wie Lidl oder Rewe in den vergangenen Monaten immer wieder mit Sonderangeboten die Aldi-Dauerpreise und kratzen damit am Image des Unternehmens.

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