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Post, VW, RWE und Co. : Ein Jahresausblick von höchster Stelle

  • Aktualisiert am

Von links: Volkmar Denner (Bosch), Tim Höttges (Deutsche Telekom), Herbert Diess (Volkswagen), Rolf Martin Schmitz (RWE), Frank Appel (Deutsche Post) Bild: Bernd Schifferdecker

2020 ist erst der Anfang: Deutsche Konzernlenker sagen, was sie vom neuen Jahr und vom neuen Jahrzehnt erwarten – und welche Fehler wir uns auf keinen Fall leisten dürfen.

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          Post-Chef als Optimist

          So einen Satz hört man gerne angesichts der vielen Ungewissheiten, Veränderungen, Verwerfungen, mit denen im neuen Jahr gerechnet wird: „Ich gehe davon aus, dass 2020 besser wird, als es die Menschen aktuell erwarten.“ Sagt Frank Appel. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, mithin des größten Logistikkonzerns der Welt, leistet sich eine gewisse Gelassenheit beim Blick in die nähere Zukunft. Denn er geht davon aus, dass die handelspolitische Vernunft am Ende die Oberhand gewinnen wird: „Anders als viele Politiker und Ökonomen bin ich im Hinblick auf den Welthandel, die internationale Zusammenarbeit und die Zukunft der Globalisierung optimistisch“, sagt Appel.

          Er schöpft seine Zuversicht aus dem jüngst veröffentlichten aktuellen DHL-Barometer, das anhand von Handels-, Kapital-, Informations- und Personenströmen den Stand der globalen Vernetzung misst – und ein weiterhin hohes Niveau der Globalisierung zeige. „Die Weltwirtschaft wird 2020 trotz der andauernden Handelskonflikte und des noch ungelösten Brexits weiter wachsen“, sagt Appel. Allerdings: „Dennoch ist es wichtig, baldmöglichst Lösungen und Einigungen herbeizuführen.“

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