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Street-Scooter : Post: Börsengang von Elektrotransporter-Tochter möglich

  • Aktualisiert am

Streetscooter stehen auf dem Gelände einer Post-Niederlassung in Waiblingen (Baden-Württemberg). Bild: dpa

Mit ihrem „Street-Scooter“ wurde die Post eher unverhofft zum E-Auto-Produzenten. Der elektrische Transporter ist inzwischen so erfolgreich, dass die Post über einen Börsengang der Sparte nachdenkt.

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          Die Deutsche Post könnte ihre rasch wachsende Elektrotransporter-Tochter Street-Scooter an die Börse bringen. Er könne sich einen Sprung auf das Börsenparkett für Street-Scooter vorstellen, sagte Post-Vorstandsmitglied Jürgen Gerdes am Mittwoch bei der Eröffnung des zweiten Werks für die E-Transporter im nordrhein-westfälischen Düren: „Das ist theoretisch denkbar.“

          Ein Börsengang werde aber nicht bald erfolgen: „Wir schauen uns die nächsten zwei bis drei Jahre an“, sagte er auf eine entsprechende Frage. Zu möglichen Partnerschaften etwa mit großen Automobilkonzernen wollte sich Gerdes nicht äußern. Das werde er erst tun, „wenn es soweit ist“, betonte er. Über einen kompletten Ausstieg denke die Post bei Street-Scooter nicht nach.

          In Düren bei Aachen sollen künftig bis zu 10.000 zusätzliche Elektrotransporter im Jahr vom Band laufen. Nach Angaben der Deutschen Post Gruppe können der neue Standort und das Stammwerk in Aachen dann künftig insgesamt bis zu 20.000 Street-Scooter im Jahr produzieren. Das Dürener Werk bietet bis zu 250 Arbeitsplätze. Derzeit sind für die Post rund 6000 der E-Transporter im Einsatz, vorwiegend in Deutschland.

          DT. POST

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          Bisher produziert die Post vor allem für den Eigenbedarf. Seit Sommer vergangenen Jahres können aber etwa auch Kommunen oder Handwerksbetriebe die E-Autos kaufen. Immer mehr solcher Drittkunden fragten die Street-Scooter nach, sagte Gerdes, der Leiter des kürzlich geschaffenen Vorstandsressorts für Mobilitätslösungen ist. „In der Wirtschaft, bei den Kommunen und im Postkonzern werden mehr und mehr Street-Scooter im Einsatz sein, auch international.“ So kaufte nach Angaben der Post zum Beispiel kürzlich der britische Milchlieferant Milk & More 200 Street-Scooter für den Einsatz auf der Insel.

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