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Porzellanhersteller : Rosenthal streicht weniger Stellen als geplant

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Seit 1997 gehört Rosenthal zum irischen Keramikkonzern Waterford Wedgwood Bild:

Der traditionsreiche fränkische Porzellanhersteller Rosenthal kämpft seit Jahren gegen Billigkonkurrenz aus Asien und Osteuropa. Um Kosten zu reduzieren werden 270 Stellen gestrichen. Ursprünglich waren 400 der 1800 Arbeitsplätze gefährdet.

          Der traditionsreiche fränkische Porzellanhersteller Rosenthal streicht weniger Stellen als ursprünglich geplant. Zur Kostenreduzierung und Ertragssicherung würden 270 Arbeitsverhältnisse bis Ende des kommenden Geschäftsjahres im März 2009 beendet, teilte das zum irischen Keramikkonzern Waterford Wedgwood gehörende Unternehmen am Montag mit. Ursprünglich waren bei Rosenthal 400 der 1800 Arbeitsplätze gefährdet.

          Der Stellenabbau werde sich noch im laufenden Geschäftsjahr mit Kosten von acht Millionen Euro in der Bilanz von Rosenthal niederschlagen. „Dieser Schritt ist jedoch notwendig, um unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit auch die Werke Selb und Speichersdorf zu sichern“, erklärte Firmenchef Ottmar Küsel. Im kommenden Geschäftsjahr sollen sich die Streichungen auszahlen. „Nach Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen in circa eineinhalb Jahren wird Rosenthal eine Ergebnisverbesserung von gut zehn Millionen Euro erreichen.“

          Der Niedergang der ruhmreichen Porzellanmanufaktur gilt als beispielhaft für den Kollaps der fränkischen Keramikindustrie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Die Firma aus Selb, zu der auch die Marke Hutschenreuther gehört und die für die Luxusmarke Versace Porzellan herstellt, kämpft seit Jahren gegen Billigkonkurrenz aus Asien und Osteuropa. Nach mehreren Sanierungswellen war es den Oberfranken zuletzt gelungen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben.

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