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Für 1000 Autos im Jahr : Porsche produziert künftig selbst Batteriezellen

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Auch Porsche möchte mehr selbst können im Bereich der Elektroantriebe. Bild: dpa

Der Sportwagenhersteller gibt eine neue Partnerschaft bekannt. Eine Rolle spielt dabei auch Boris Palmer.

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          Der Sportwagenhersteller Porsche will zusammen mit einem Partner im kleinen Umfang Hochleistungs-Batteriezellen herstellen. Die Batteriefabrik soll im Großraum Stuttgart entstehen, wie Porsche am Sonntag mitteilte. Die Batteriezelle sei der Brennraum der Zukunft. Die geplante Fabrik soll einmal eine Kapazität von 100 Megawattstunden pro Jahr erreichen – das seien Batteriezellen für 1000 Autos. Produktionsstart soll das Jahr 2024 sein.

          Nähere Einzelheiten sollen am Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben werden. An dem neuen Gemeinschaftsunternehmen Cellforce Group halte Porsche 83,75 Prozent der Anteile und den Rest die Fraunhofer-Ausgründung Customcells aus Itzehoe in Schleswig-Holstein, hieß es. Das Unternehmen sei in Tübingen ansässig.

          Es stellt die Batteriezellen künftig für Sonderfahrzeuge her, etwa im Bereich des Motorsports oder für Sondermodelle. Porsche investiere in die neue Firma eine hohe zweistellige Millionensumme. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Im Jahr 2025 sollen in Tübingen bis zu 80 Personen beschäftigt sein.

          Zuvor hatte der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer dafür geworben, die Fabrik in der Universitätsstadt selbst anzusiedeln. „Ich war von der Idee sofort überzeugt“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Batteriezellen machen einen großen Teil der Wertschöpfung beim Bau von Elektroautos aus. „Es wäre ein dramatischer Verlust, wenn wir die in Baden-Württemberg verlieren würden“, warnte Palmer.

          Der Grüne will zwar den Autoverkehr aus der Innenstadt verbannen, wollte das Porsche-Werk aber trotzdem gerne in Tübingen haben. „Das ist kein Widerspruch“, versichert er. „Ich behaupte nicht, dass eine Welt ohne Autos vorstellbar wäre. Sie sind unverzichtbar, nur eben nicht in der Innenstadt.“

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