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Kommentar : Steuersünder Porsche

  • -Aktualisiert am

Porsche-Mitarbeiter schrauben an einem Porsche 911 im Werk in Stuttgart-Zuffenhausen. Bild: Reuters

Porsche muss Steuern nachzahlen, bleibt aber von einem Bußgeld verschont. Reicht das, um alte Gewohnheiten abzulegen?

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          Der Fall bietet reichlich Futter für die Stammtische. Sieh an, ausgerechnet bei Porsche haben sie nicht sauber abgerechnet. Ausgerechnet millionenschwere Manager haben sich Flüge an Orte bezahlen lassen, wo es vielleicht eine Porsche-Niederlassung, vor allem aber ein Top-Hotel und einsame Strände in erreichbarer Entfernung gab.

          Doch es fällt auf, dass die Steuersünder nun zwar Nachzahlungen leisten mussten, aber keine Bußgelder. Das lässt erahnen, dass die Grenze zwischen angemessen und unverschämt vielleicht nicht so eindeutig überschritten wurde, wie manche das vermuten.

          Es ist noch nicht lang her, da konnte man auch in Deutschland sogar Bestechungsgelder von der Steuer absetzen. Und viele Unternehmen, gerade in der Autobranche, überschütteten ihre Geschäftspartner und übrigens auch Journalisten mit Wohltaten – natürlich in geschäftlicher Absicht, weshalb man Betriebskosten verbuchte.

          Solche Gewohnheiten abzuschaffen und auch die entsprechende Grundhaltung zu ändern, ist eine wichtige Aufgabe guter Unternehmensführung. Der Schrecken einer Betriebsprüfung einschließlich Razzia und Nachzahlungen ist in dieser Hinsicht bestimmt förderlich.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

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