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Diesel-Ermittlungen : Porsche-Manager in Untersuchungshaft

Im Diesel-Skandal durchsuchten Staatsanwälte und Beamte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern Standorte des Autobauers Porsche. Bild: dpa

Nach der Großrazzia bei Porsche gibt es neue Details aus den Ermittlungen: Ein Porsche-Mitarbeiter sitzt in Untersuchungshaft. Nach Informationen von FAZ.NET handelt es sich bei dem Verdächtigen um Motorenchef Jörg Kerner.

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          Der Dieselskandal zieht bei Porsche immer größere Kreise. Während der Großrazzia, die am Mittwoch begann und auch am Freitag noch nicht ganz abgeschlossen ist, wurde ein Mitarbeiter festgenommen. Nachdem er dem Haftrichter vorgeführt wurde, ist er am Donnerstag in Untersuchungshaft gekommen, wie die Staatsanwaltschaft bestätigt. Für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ist er deshalb nicht zu erreichen. Es bestehe Flucht- und Verdunkelungsgefahr, lautet die Begründung für die Haft.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Porsche-Chef Oliver Blume reagierte mit einem Brief an die Mitarbeiter auf die Festnahme und lüftet zugleich den Schleier über die Identität des verhafteten Verdächtigen, indem er von „dem leitenden Mitarbeiter“ spricht - das heißt: es geht um Jörg Kerner, den Leiter der Motorenentwicklung von Porsche.

          Konkret beschuldigt werden von der Staatsanwaltschaft insgesamt drei Personen. Neben Kerner auch der Entwicklungsvorstand Michael Steiner sowie ein früherer Porsche-Mitarbeiter. Den dreien wird Betrug und strafbare Werbung im Zusammenhang mit der Manipulation von Diesel-Abgasen vorgeworfen. Auf 36 Seiten listet die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe auf. Bei Porsche, so die Quintessenz, habe man zwar Diesel-Motoren von Audi verbaut, aber sehr wohl gewusst, dass dort unzulässige Steuerungen eingebaut worden seien.

          „Wir weisen den Vorwurf zurück und tun unser Möglichstes, um alles in Ordnung zu bringen“, schreibt Porsche-Chef Blume an die Belegschaft, und versucht gleichzeitig die Mitarbeiter zu beruhigen. „Vermutlich werden Sie auch in Ihrem privaten Umfeld darauf angesprochen. Lassen Sie sich davon bitte nicht verunsichern“, heißt es in dem Brief. „Meine Vorstandskollegen und ich tun alles dafür, um den Sachverhalt so schnell wie möglich aufzuklären.“

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