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Volkswagen : Porsche wird zum Spielball im VW-Machtkampf

Bleibt Herbert Diess VW-Vorstandsvorsitzender? Bild: dpa

Gedankenspiele über einen Börsengang des Sportwagenbauers und die Beteiligung der Familie an Volkswagen sorgen für Aufsehen. An diesem Donnerstag kommt der VW-Aufsichtsrat zusammen. Bleibt Herbert Diess an der Konzernspitze?

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          Die Börsenkurse waren am Dienstag ohnehin schon kräftig am Steigen, weil Aussichten für die Konjunktur sich besserten und eine nachlassende Furcht vor der Corona-Variante Omikron die Laune der Anleger aufhellte. Da machten die VW-Aktien am Nachmittag plötzlich einen noch viel kräftigeren Sprung nach oben. Anlass waren Spekulationen über einen Börsengang der Sportwagen-Tochtergesellschaft Porsche, die plötzlich im Raum standen, ohne konkreten Anhaltspunkt.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Hamburg.
          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Bestätigt wurde nichts. „Wir kommentieren Spekulationen grundsätzlich nicht“, sagte ein Sprecher der Porsche SE, einer Holding, in der die Familien Porsche und Piëch ihre Anteile gebündelt haben und die ihrerseits die Stimmrechtsmehrheit an der Volkswagen AG hat. Ein Börsengang des fast gleichnamigen Sportwagenherstellers Porsche AG, bislang ganz in Besitz der Volkswagen AG, wäre die Entscheidung des VW-Vorstands, heißt es in Stuttgart noch. Damit ist kurz und knapp das Spannungsfeld aufgezeichnet: Der Sportwagenbauer Porsche ist zum Spielball der Interessen im VW-Konzern geworden und mittendrin in den Querelen um den Verbleib des Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess.

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