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Porsche-Finanzchef Meschke : Dirigent des Börsengangs

Porsche-Finanzchef Lutz Meschke Bild: Verena Müller

Lutz Meschke soll Porsche aufs Finanzparkett führen. Die Macht des Finanzvorstands wächst, auch weil Porsche-Chef Blume jetzt parallel noch VW führt. Rückt Meschke bald an die Spitze des Sportwagenbauers?

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          Es gibt nicht viele Chefs, die das dulden würden: Sein Vize un­terbricht ihn laufend, interpretiert, was der Chef gerade ge­sagt hat, ergänzt, was aus seiner Sicht noch fehlt. Der Vize, dieser Eindruck entsteht zumindest, will das letzte Wort ha­ben und drängt selbst ins Rampenlicht. Oliver Blume, bisher Porsche-Chef und von 1. September an auch Vorstandsvorsitzender des Mutterkonzerns VW, wirkte nie so, als würde es ihn stören, wenn ihm Porsche-Vize Lutz Meschke, zuständig für Finanzen, IT und Beteiligungen, ständig ins Wort fällt.

          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Meschke stand in den vergangenen Jahren sehr häufig neben Blume. Sie ha­ben gemeinsame Pressekonferenzen gegeben und manchmal auch Interviews. Meschke wirkte dann fast einflussreicher als der sehr kontrolliert auftretende Blume, der bald Deutschlands wichtigster Au­tomanager wird. Die Rhetorik des Fi­nanzchefs ist schärfer und mutiger, viel weniger abwägend als die Blumes, dessen Sätze manchmal fast auswendig gelernt wirken. Vielleicht liegt es an Blume, der Meschkes Geltungsdrang zumindest öf­fentlich nicht zurechtstutzt und stattdessen – für die Autobranche untypisch – manchmal so freundlich ist, dass er fast sanft daherkommt.

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