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Wörterbücher : Pons und Langenscheidt dürfen fusionieren

  • Aktualisiert am

Wörter- und Lernbücher von Langenscheidt und Pons liegen in der Bibliothek eines Lernzentrums in Frankfurt. Bild: dpa

Der eine ist grün, der andere gelb, doch schon bald könnten die Sprachführer der beiden Verlage unter einem Dach vereint sein. Das hat jetzt das Kartellamt genehmigt.

          Wer in Deutschland ein Wörterbuch oder einen Sprachführer kauft, greift oft zu Büchern von Langenscheidt oder zu denen des Rivalen Pons. Doch der seit Jahrzehnten andauernde Wettbewerb zwischen den Verlagen mit ihren charakteristischen gelben und grünen Umschlägen ist wohl schon bald Geschichte.

          Das Bundeskartellamt gab am Freitag dem zur Klett-Gruppe gehörenden Sprachführer-Imperium Pons grünes Licht für die Übernahme sämtlicher Geschäftsbereiche von Langenscheidt und Langenscheidt Digital.

          Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte, die beiden Unternehmen kämen zwar bei Wörterbüchern und gedruckten Sprachkursen zusammen auf Marktanteile, die „teilweise deutlich über 40 Prozent“ lägen. Dennoch sei die Fusion freizugeben. Denn es handele sich um sogenannte Bagatellmärkte mit geringen Umsätzen, bei denen das Wettbewerbsrecht ein Fusionsverbot nicht vorsehe.

          Darüber hinaus sei aber auch ein hoher Wettbewerbsdruck durch digitale Angebote feststellbar. „Viele Verbraucher nutzen inzwischen vorrangig das Internet, um Wörter zu suchen oder Sprachen zu lernen“, sagte Mundt.

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