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Polestar gegen Daimler : Per Anzeige mit der Autoindustrie Schluss gemacht

Von wegen verschlafen: Dieter Zetsche sieht Daimler bei der E-Mobilität gut aufgestellt. Bild: Bloomberg

Die Botschaft einer Zeitungsanzeige ist klar und deutlich: Daimler und Co. haben die Elektromobilität verschlafen. Doch was hat der Großaktionär aus China damit zu tun?

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          An eine Zeitungsanzeige hat Paul Simon wohl nicht gedacht, als er das Lied „50 ways to leave your lover“ schuf. Aber auch das geht. „Bitte verstehe, dass ich nicht länger auf Dich warten kann. Von hier an gehen wir getrennte Wege“, war am Donnerstag in der F.A.Z. zu lesen, und zwar so, dass man es nicht übersehen konnte, auffallend schlicht auf einer ganzen Zeitungsseite. Der Adressat war die „liebe Autoindustrie“, der man vorwirft, eine bessere Zukunft zu versprechen, aber an der Vergangenheit festzuklammern. Der Absender aber weder ein Hersteller von neuartigem Fluggerät noch die Protestbewegung gegen Fahrverbote – sondern: Polestar.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Dieser Name dürfte bisher nur Insidern bekannt gewesen sein, aber seit der Anzeige weiß man in Deutschland: Polestar stellt am 27. Februar sein zweites Elektroauto vor, und zwar im Internet, also ganz ohne den üblichen CO2-trächtigen Reisezirkus von Autojournalisten. Ist Polestar also eine Art Tesla und die Anzeige das Versprechen, dass wir bald alle eine Lösung für unsere Emissionsprobleme in Deutschland haben?

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