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Berlins Bürgermeister schimpft : „Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen“

  • Aktualisiert am

Großer Konkurrent: die britische Billigfluggesellschaft Ryanair Bild: AFP

Was wird aus der zahlungsunfähigen Fluglinie Air Berlin? Der Berliner Bürgermeister macht eine sehr eindeutige Ansage, wem er den Zuschlag geben möchte.

          Im Poker um die zahlungsunfähige Fluglinie Air Berlin hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller eine Übernahme durch den angelsächsischen Anbieter Ryanair deutlich abgelehnt und die irische Billigfluglinie scharf kritisiert.

          „Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist frühkapitalistisch“, sagte der SPD-Politiker dem „Tagesspiegel“. Müller trifft sich an diesem Dienstag mit Betriebsräten der Fluggesellschaft.

          Zugleich warb das Stadtoberhaupt mit deutlichen Worten dafür, der Lufthansa den Zuschlag zu geben. „Ich glaube, es ist für alle Beteiligten unstrittig, dass bei mehreren seriösen Bewerbern die Lufthansa für Verlässlichkeit steht, auch weil sie ihr Geschäft am Luftverkehrsstandort Berlin ausgeweitet hat“, so Müller. Der Standort Berlin wolle möglichst viele Verbindungen anbieten können. „Dafür steht die Lufthansa.“

          Nach Aussagen von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) vom Samstag verhandelt Air Berlin derzeit mit Lufthansa, Ryanair und der britischen Billiglinie Easyjet über Lösungen. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben nicht an den Verhandlungen beteiligt.

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