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Pokemon Go : Dieses Spiel stürmt die App-Store-Charts

  • Aktualisiert am

Echtes Plüsch: Pokemon-Figuren in einem japanischen Einkaufszentrum. Bild: AFP

Von Null auf Eins in 13 Stunden: Das neue Handy-Spiel „Pokemon Go“ stürmt die App-Stores. Und führt zu unerwarteten Entdeckungen.

          So schnell schaffen es nicht viele Apps an die Spitze der Charts: Das Handyspiel „Pokémon Go“ hat sich in kürzester Zeit nach seiner Veröffentlichung am Mittwochabend zum Renner in den Vereinigten Staaten entwickelt. Innerhalb von 13 Stunden wurde es zum umsatzstärksten Spiel in den Apple-App-Stores der Vereinigten Staaten, Neuseelands und Australiens.

          Weil der Ansturm die Technik des Spiels häufig überlastete, haben die Entwickler den Marktstart in anderen Ländern erst einmal ausgesetzt. "Wir dachten uns zwar, dass das Spiel beliebt sein würde, aber offenbar haben wir einen Nerv getroffen", sagte der Chef des Entwickler-Unternehmens Niantic der amerikanischen Wirtschaftsseite „Business Insider“.

          Fang sie alle: So sieht das Spiel auf dem Handy aus.

          „Pokémon Go“ bringt Spielelemente in die wirkliche Welt („Augmented Reality“). Das Spiel ist vergleichbar mit einer technisch anspruchsvolleren Variante des Geocaching. Die App denkt sich auf realen Karten Orte aus, an denen sie Pokémon-Figuren versteckt hält. Die Spieler müssen die Orte aufsuchen, dann legt die App die Figuren auf das Kamerabild ihres Handys – in der App können die Spieler dann die Figuren einsammeln. Wer die Figuren gesammelt hat, kann sie im Spiel tauschen oder gegeneinander kämpfen lassen.

          Alles begann bei Google

          Auf der Suche kommen die Spieler auch an ungewöhnliche Orte. In den Vereinigten Staaten machte am Wochenende eine 19-Jährige Schlagzeilen, die dem Spiel unter eine Brücke gefolgt war und dort die Leiche eines Mannes fand, der nach ersten Angaben offenbar einen Unfall hatte.

          Das Entwickler-Team von Niantic hatte vorher schon das ähnliche Spiel „Ingress“ entwickelt, das eine große, begeisterte Fangemeinde hat. Niantic selbst ist eine Ausgründung von Google-Mitarbeitern. Bis heute ist Google an dem Unternehmen beteiligt, weitere Anteile hält unter anderem der Spielekonzern Nintendo - teils direkt, teils über seine Tochter Pokemon.

          Wann das Spiel nach Deutschland kommt, ist jetzt ungewiss. Für diejenigen, die es gar nicht erwarten können, kursieren im Internet schon Anleitungen, wie man trotzdem an das Spiel kommen kann. Mit Android-Handys geht das leichter als mit dem iPhone.

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