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Im Alter von 81 Jahren : Playmobil-Vater Brandstätter gestorben

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Horst Brandstätter Bild: Tobias Schmitt

Mit seinen Playmobil-Figuren machte er viele Kinder glücklich: Nun ist Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren gestorben.

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          Der Playmobil-Chef Horst Brandstätter ist tot. Der 81-Jährige sei bereits am vergangenen Mittwoch nach kurzer schwerer Krankheit gestorben, teilte eine Sprecherin der Firma Geobra-Brandstätter am Montag am Firmensitz Zirndorf bei Nürnberg mit.

          Brandstätter war Alleineigentümer des Unternehmens. Der Firma war im Jahr 1974 der Durchbruch mit den Plastikspielfiguren von Playmobil gelungen. Der 81-Jährige hatte das Familien-Unternehmen bis zuletzt zusammen mit zwei Geschäftsführern geleitet.

          Brandstätter trat 1952 in die Firma Geobra Brandstätter ein, die nach seinem Großvater Georg Brandstätter benannt ist. Dort machte er zunächst eine Ausbildung zum Formenbauer. 1971 beauftragte er seinen Chef-Mustermacher Hans Beck, eine völlig neue Systemidee zu entwickeln: So entstanden die 7,5 Zentimeter großen Playmobil-Figuren, für die das Unternehmen heute bekannt ist. 

          Geobra-Brandstätter mit der Marke Playmobil ist einer der größten deutschen Spielwarenhersteller. 2014 betrug der weltweite Umsatz der Gruppe, die auch Kunststoff-Pflanzgefäße produziert, 596 Millionen Euro. Seit 1974 stellte das Unternehmen nach eigenen Angaben 2,8 Milliarden Playmobil-Figuren.

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          Nach seinem Tod werde das Unternehmen in eine Doppelstiftung übergehen, sagte Brandstätter einmal in einem Interview mit der F.A.S.: eine gemeinnützige Stiftung und eine Unternehmensstiftung, in der die wichtigsten Mitarbeiter vertreten. Er habe aber nicht festgelegt, wie das Unternehmen geführt werden solle: „Die Zeit geht ja auch weiter, die Bedürfnisse ändern sich. Es wäre nicht gut, wenn man nach heutigen Gesichtspunkten Regeln aufsetzt. Die würden nach einer gewissen Zeit von der Realität überholt.“

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