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„Mehr Dinge ausprobieren“ : Ein Kinofilm für Playmobil?

Im Unterwasser-Reich. Bild: EPA

Über Jahre schien der Spielzeughersteller Playmobil vor allem mit internen Diskussionen beschäftigt. Nun erklärt der Chef, warum Playmobil erstmals einen Kinofilm braucht.

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          Mit der Not von Meerjungfrauen kennt Steffen Höpfner sich aus: Sie haben keine Beine. Und das wurde auch zum Problem für den Spielwarenhersteller Playmobil und den Vorstandsvorsitzenden Steffen Höpfner. „Das Spielen mit Meerjungfrauen ist schwierig, wenn die Figur immer umfällt“, erklärt er. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse schafft Höpfner Abhilfe: „Mit einem Gelenk haben wir die Flosse umklappbar gemacht, so dass die Meerjungfrau darauf stehen kann.“ Für ihn ist das beinahe ein epochaler Schritt wie die Einführung von Handgelenken an den Playmobil-Männchen. Nach dem Marktstart 1974 traten die fast ein ganzes Jahrzehnt mit steifen Greifarmen auf. Doch die Nöte der Nixen waren zuletzt bei weitem nicht die größte Herausforderung des Unternehmens aus Zirndorf bei Nürnberg.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach dem Tod des Patriarchen Horst Brandstätter 2015 manövrierte sich Playmobil in ein Dickicht interner Querelen um Führungskräfte und Strategien. Obwohl die Geschäfte nicht schlecht liefen, schieden abrupt Manager aus. Kritische Nachfragen hatten vor allem den Effekt, dass das Unternehmen, das in der Vergangenheit zur Spielwarenmesse stets Journalistengruppen zu sich rief, nahezu verstummte.

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