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Plastikmüll durch Takeaway : Die Tupper-Revolution

Das Essen ist appetitlich, der Verpackungsmüll weniger: Sushi To Go in Stuttgart Bild: plainpicture/Westend61/Werner Di

Takeaway-Essen ist praktisch und pandemiesicher, geht aber zu Lasten der Umwelt. Das Start-up „Vytal“ probiert, ein Mehrweg-System zu etablieren. Kann das die Lösung sein?

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          Egal ob Linsencurry, Lasagne oder die Sushi-Box – einmal Essen zum Mitnehmen, und schon sitzt man auf einem Haufen Müll. Vor allem im Pandemiesommer 2020 konnte einem beim Anblick der überquellenden Abfallbehälter in den deutschen Innenstädten der Appetit vergehen. Nicht dass wir vor Corona vorbildlich gewesen wären.

          Maja Brankovic
          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Rechnet man alle Verpackungen zusammen, in denen Burger, Nudeln und Salate die deutschen Restaurants in den letzten Jahren verließen, und das Einwegbesteck und die To-go-Becher obendrauf, kamen zuletzt mehr als 280.000 Tonnen Müll im Jahr zusammen. Das fand die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland heraus. Mit 626 Kilogramm, die jeder Einwohner im Jahr verursachte, führte Deutschland zusammen mit Dänemark zuletzt die europäische Müllstatistik an. Mit Corona erreicht das ganze Problem eine neue Dimension. Einer bundesweiten Studie zufolge machten Verpackungen und Plastik zuletzt fast die Hälfte des gesamten Straßenabfalls aus. Im Sommer meldeten die kommunalen Entsorgungsbetriebe zehn Prozent mehr Plastikmüll.

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