https://www.faz.net/-gqe-9hb66

Pkw-Neuzulassungen : Ein Horror-Monat für Porsche

  • Aktualisiert am

Ein Porsche 911 Carrera 4S auf der Auto Show in Los Angeles Bild: Reuters

Der deutsche Automarkt hat einen schwachen Monat hinter sich. Porsche verkaufte weniger als halb so viele Sportwagen wie im Vorjahresmonat, auch für Audi lief es denkbar schlecht.

          1 Min.

          Der deutsche Automarkt blieb im November schwach. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte, lag die Zahl der Neuzulassungen mit 273.000 im November knapp zehn Prozent unter dem Vorjahresmonat. Vor allem die Marken des Volkswagen-Konzerns sackten dabei ab: Allein Porsche verkaufte mehr als die Hälfte weniger Autos (minus 54,6 Prozent). Bei Audi brachen die Absätze um 43 Prozent ein, bei der Marke VW um 15 Prozent.

          Die Wirtschaftsberatung EY erklärte, die anhaltende Flaute hänge mit der Einführung des neuen Abgastests WLTP im September zusammen. Die Hersteller hätten bis kurz vor dessen Einführung nichtkonforme Autos mit hohen Rabatten in den Markt gedrückt und dadurch einen künstlichen Absatzboom erzeugt. Dadurch sei nun die Nachfrage niedrig. Dafür spricht der bisherige Jahresverlauf: Insgesamt erhielten seit Januar nämlich 3,2 Millionen Pkw eine Neuzulassung; 0,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

          Neben den Volkswagen-Marken verkauften auch die französischen Hersteller Peugeot und Renault deutlich weniger Autos. BMW (plus 11,5 Prozent) und Mercedes (plus 6 Prozent) konnten ihre Absätze hingegen steigern.

          Der Diesel stabilisiert sich

          Erstmals seit Beginn der Dieselkrise im November 2015 haben Diesel-Motoren nicht weiter an Marktanteilen verloren. Vergangenen Monat wurden wie im Vorjahr 34 Prozent aller neu zugelassenen Autos von Dieselmotoren angetrieben. Dennoch gibt EY keine Entwarnung, der Diesel bleibe unter Druck. „Immerhin verlangsamt sich der Abwärtstrend, wir sehen inzwischen eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau.“

          Die Neuzulassungen von reinen Elektroautos stiegen im Vorjahresvergleich um 41 Prozent, allerdings machen die E-Autos mit 4262 Wagen nur einen Anteil von 1,6 Prozent aller Neuzulassungen aus. Die Wirtschaftsberatung erklärt dazu: „Vorläufig werden Elektroautos reine Nischenmodelle bleiben.“ Ab 2020 werde es spannend, wenn viele neue attraktive Modelle auf den Markt kämen und die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut werde.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ruth Bader Ginsburgs Tod : Eine Katastrophe für Joe Biden

          Bestätigen die Republikaner noch vor der Wahl einen neuen Richter, verändern sie das Land auf lange Zeit. Warten sie ab, spornen sie konservative Trump-Kritiker zu dessen Wiederwahl an. Und damit enden die Sorgen der Demokraten noch nicht.
          Lieber mit nach Hause nehmen: Auffällig viele Anleger ließen sich im August ihr Gold aus Xetra-Gold-Wertpapieren ausliefern.

          Angst vor Abgeltungsteuer : Flucht aus dem Papiergold

          Während im August in aller Welt viel Geld in Gold-Wertpapiere floss, zogen deutsche Anleger ihr Erspartes ab. Als Grund dürfte die mittlerweile beendete Debatte um eine Goldsteuer eine Rolle gespielt haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.