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Familienkrach : Piëch und Sohn – keine großen Freunde

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Ferdinand Piëch im Jahr 2009 Bild: AP

Der Sohn von Ferdinand Piëch baut ein Elektroauto, das durchaus Potential hat. Doch den Porsche-Mogul beeindruckt das nicht: Er will mit dem Projekt nichts zu tun haben.

          Kürzlich hatte Ferdinand Piëchs Sohn Anton seinen großen Auftritt. Auf dem Genfer Autosalon stellte er ein Auto vor, das für Aufsehen sorgte – schon deshalb, weil es den Familiennamen trägt: den Piëch Mark Zero. Nicht nur die schnittige Optik empfinden viele, in Anlehnung an die Porsche-Familientradition, als ziemlich attraktiv.

          Auch die Leistungsdaten, zumindest auf dem Papier, beeindrucken: Das 1,8 Tonnen schwere Elektrogefährt mit 612 PS und Spitzentempo 250 soll auf eine Reichweite von 500 Kilometern kommen und der neuartige Akku in gerade 4 Minuten und 40 Sekunden zu 80 Prozent aufgeladen sein. Mit seinem Geschäftsführer-Kompagnon Rea Stark Rajcic führt Piëch die in Zürich ansässige Piëch Automotive AG, die über den Mark Zero hinaus noch weitere Pläne hat. Es sind insgesamt drei Fahrzeugvarianten geplant – neben einem Zwei- auch ein Viersitzer sowie ein sportlicher SUV.

          Genug also, dass ein Vater auf seinen Sohn stolz sein könnte. Und das ist es auch, was sich Anton Piëch, genannt Toni, eigentlich von Ferdinand Piëch wünscht. Doch nichts dergleichen: „Ich war nie dabei, ich bin nicht dabei und werde nicht bei dem Projekt beteiligt sein“, sagte Piëch Senior der „Bild am Sonntag“. „Kein Wort der Anerkennung für seinen Sohn“, resümiert das Boulevardblatt und titelt: „Patriarch Piëch bricht mit seinem Sohn Anton“.

          Warum nur? Die Gründe für das anscheinend kühle Verhältnis sind nicht bekannt. Bekannt ist nur, dass Anton aus einer Verbindung Ferdinand Piëchs mit Marlene Porsche stammt, die er später für seine heutige Frau Ursula verließ. Um einen Platz im großen VW-Imperium hat Toni Piëch sich nie gekümmert. „Ich mache mein eigenes Ding“, lautet sein Credo. Und das muss er jetzt wohl ohne das Wohlwollen seines Vaters, der insgesamt zwölf Kinder hat, durchziehen.

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