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Marken im Sinkflug : Philipp Lahms Kampf gegen schrumpfende Umsätze

  • -Aktualisiert am

Philipp Lahm auf dem Sportbusiness Kongress 2018 in Düsseldorf. Bild: Picture-Alliance

Nicht am Ende, sondern wieder ganz am Anfang: Mit neuen Plänen will der ausgediente Fußballer Philipp Lahm seine beiden Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs bringen. Gelingt ihm das?

          2 Min.

          Er muss kämpfen – und will kämpfen. Es geht nicht mehr um die Champions League oder die Bundesliga. Das alles hat der Kapitän von Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft hinter sich. Jetzt kämpft er – für eine erfolgreiche Europameisterschaft 2024 im eigenen Land, vor allem aber gegen schrumpfende Umsätze. Seit drei Jahren ist aus dem Angestellten ein Unternehmer geworden. Er beschäftigt 30 Mitarbeiter und besitzt mit „Schneekoppe“ und „Sixtus“ (relativ) bekannte Marken. Aber beide haben ihre Glanzzeiten hinter sich, sind nur noch älteren Bürgern bekannt. Sixtus, Hersteller von Fußpflegeprodukten, ist per Internet gar nicht erreichbar.

          Da ist Schneekoppe schon weiter. Ein aktueller Internetauftritt mit sympathischen jungen Menschen weist auf gesunde Hanföle oder klare Apfelessige, Säfte, Müslis und Babykost hin und einen Internet-Blog unter dem Titel „Mum’s Choice“. Der trendige Auftritt darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die ehemalige Reformhausmarke Schneekoppe wirtschaftlich seit Jahren im freien Fall befindet. Das 1927 am Fuße des schlesischen Riesengebirges gegründete Unternehmen kämpft seit Jahren gegen Umsatzrückgänge. Der Umsatz lag 2015 noch bei 15 Millionen Euro, ein Jahr später waren es nur noch 10, im vergangenen Jahr gar nur 8, und „der Trend hält weiter an“, wie Lahm sagt. Das Unternehmen verbrennt derzeit in jedem Jahr um die 250.000 Euro. Lahm gibt sich auch als Unternehmer offen und ehrlich.

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