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Pharma : Novartis kauft Generika-Hersteller

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Der größte Schweizer Pharmakonzern Novartis expandiert weiterhin kräftig bei patentfreien Arzneimitteln (Generika), die unter dem Namen "Sandoz" vertrieben werden.

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          Der größte Schweizer Pharmakonzern Novartis expandiert weiterhin kräftig bei patentfreien Arzneimitteln (Generika), die unter dem Namen "Sandoz" vertrieben werden. Der Konzern kündigte am Montag an, für 565 Millionen Dollar (463 Millionen Euro) den kanadischen Hersteller Sabex Holdings in Boucherville (Quebec) kaufen zu wollen. Das erlaube den Markteintritt in Kanada, hieß es in der Mitteilung, und verschaffe eine starke Stellung bei jenen Generika, die als Injektion verwendet werden. Novartis hatte vor einiger Zeit für einen noch größeren Betrag den slowenischen Generika-Hersteller Lek erworben, weil man wegen des Sparzwangs im Gesundheitswesen eine größere Nachfrage nach den billigeren, patentfreien Nachahmerprodukten sieht. Der Preis für Sabex beträgt etwa das Sechsfache des Umsatzes von 90 Millionen Dollar, was Claudio Werder von der Zürcher Bank Vontobel für einen angemessenen Betrag im Generika-Geschäft hält. An der Schweizer Börse stieg die Novartis-Aktie nicht schneller als der Index der Standardwerte (SMI). Sabex ist ein Familienunternehmen und die Nummer Sechs auf dem kanadischen Generika-Markt. Die Novartis-Tochtergesellschaft Sandoz (Name der alten Firma, die 1996 mit Ciba zu Novartis fusionierte) ist mit 13 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,9 Milliarden Dollar größter Generika-Hersteller der Welt. Branchenkenner halten es nicht für ausgeschlossen, daß Novartis auch auf dem deutschen Markt am Kauf eines Generika-Herstellers interessiert ist. Auch die Darmstädter Merck KGaA hat Interesse an einem Zukauf auf diesem Geschäftsgebiet. (km.)

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