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Impfstoff von Pfizer : „Die Politik sollte sich raushalten“

Kathrin Jansen Bild: Arnold Adler

Pfizers Forschungschefin Kathrin Jansen steht im Rennen um einen Corona-Impfstoff an vorderster Front. Im Interview spricht sie über den Zeitdruck in ihrer Arbeit, Impfskeptiker und die Lehren aus Trumps Infektion.

          5 Min.

          Frau Jansen, was haben Sie gedacht, als Sie hörten, dass sich Amerikas Präsident Donald Trump mit dem Coronavirus angesteckt hat?

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Ich dachte mir, das ist schrecklich. Man sollte ja meinen, jemand in seiner Position hat genug Leute um sich, die sicherstellen, dass er vor dem Virus geschützt ist. Es macht deutlich, wie sogar ein Staatsoberhaupt das Virus unterschätzt hat. Aber vielleicht stecken darin ja auch Lektionen.

          Und die wären?

          Dass jeder das Virus bekommen kann, wer immer er auch ist. Vielleicht ist es eine Lehre für Leute, die meinen, das Virus muss nicht ernst genommen werden. Vielleicht klärt es mehr Menschen auf und bringt sie dazu, sich besser zu schützen und den Empfehlungen von Gesundheitsbehörden zu folgen.

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