https://www.faz.net/-gqe-93m2j

Sanierungsplan für Opel : Peugeot-Chef über Kündigungen: „Wir müssen sehr ehrlich sein“

  • Aktualisiert am

Carlos Tavares während der Pressekonferenz am Vormittag in Rüsselsheim. Bild: Frank Röth

Am Donnerstagmorgen stellte die Chefs von Opel und dessen französischem Eigentümer einen Sanierungsplan und betriebsbedingte Entlassungen vor. Am Nachmittag macht er dann eine wichtige Einschränkung.

          1 Min.

          Peugeot-Chef Carlos Tavares macht den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen in seiner deutschen Tochtergesellschaft Opel und ihrer britischen Schwestermarke Vauxhall vom Erfolg der Sanierung abhängig. „Wir haben heute morgen gesagt, dass es unsere Absicht ist, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten“, sagte Tavares während einer Branchenveranstaltung in Berlin.

          „Aber noch einmal, wir müssen sehr ehrlich sein“, schränkte er ein. Letztendlich könnten Entlassungen nur in dem Ausmaß vermieden werden, in dem die Umsetzung des Restrukturierungsplans Ergebnisse zeige.

          Tavares und der neue Opel-Chef Michael Lohscheller hatten zuvor in Rüsselsheim den Sanierungsplan für Opel präsentiert. Der sieht vor, dass das deutsche Traditionsunternehmen ohne Werksschließungen und Kündigungs-Wellen binnen drei Jahren aus den roten Zahlen geführt wird, in denen es fast 20 Jahre unter Regie der früheren amerikanischen Muttergesellschaft General Motors steckte.

          PSA Peugeot Citroen hatte Opel im August von GM übernommen. Europaweit arbeiten für Opel und Vauxhall 38.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland. Bei PSA hat Tavares die Belegschaft seit seinem Amtsantritt vor vier Jahren um 20.000 auf rund 90.000 Mitarbeiter geschrumpft.

          Expansion geplant : Opel will zur globalen Marke werden

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Arbeiten schon lange erfolgreich zusammen: der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (links) und Nathanael Liminski (rechts)

          CDU-Vorsitzender : Laschets Vertraute

          Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident ist jetzt Bundesvorsitzender der CDU – und hat noch einiges vor. Auf wessen Rat hört er?
          Wer suchte den Kontakt zum Gesundheitsminister? Jens Spahn vergangene Woche im Bundestag

          Konsequenzen aus Masken-Affäre : Ein Kodex und Spahns heikle Liste

          Mit Verhaltensregeln und einem „Sanktionsregime“ will die Unionsfraktion auf die Vorwürfe gegen Nikolas Löbel und Georg Nüßlein reagieren. Für Unruhe könnte eine Ankündigung des Gesundheitsministers sorgen.
          Britische Zeitungen am Tag nach dem Interview.

          Harry und Meghan : Rassismus bei den Royals?

          Eine familiäre Seifenoper hat sich in eine kleine Staatsaffäre verwandelt. Wenn sich sogar Boris Johnson äußern muss, wurde tatsächlich eine „Atombombe gezündet“.
          Streitbarer Genosse: Wolfgang Thierse

          Streit über Thierse-Beitrag : Wie „verqueer“ ist die SPD?

          Im Streit über einen F.A.Z. Beitrag von Wolfgang Thierse zur Identitätspolitik hat die SPD-Vorsitzende versagt. In normalen Zeiten hätte eine souveräne Parteiführung zu einer Debatte auf neutralem Boden eingeladen. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.