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Experiment : Penny räumt alle Bienen-Produkte aus

  • Aktualisiert am

Volle Regale dank Bienen: in einer Penny-Filiale in Frankfurt Bild: Amadeus Waldner

Der Discounter entdeckt die Bestäubung: Eine Filiale hat alle Produkte aussortiert, die es ohne die Leistung der Insekten nicht gäbe. Und plötzlich wurde es leer im Supermarkt.

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          Von den rund 2500 Lebensmitteln und anderen Produkten in Discount-Supermärkten der Kette Penny gäbe es nur weit weniger als die Hälfte, wenn es keine Bienen mehr gäbe. Darauf machte die zum Rewe-Konzern gehörende Kette aufmerksam, indem sie versuchsweise all diese Produkte aus einer Filiale im niedersächsischen Langenhagen ausräumte. Sechzig Prozent der Produkte gab es nicht mehr.

          Es handle sich, so Penny vage in einer Meldung, um Produkte, „die es – in der bekannten Form – nicht mehr gäbe, wenn das Insektensterben unvermindert weitergeht“. Der Naturschutzverein Nabu und der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) wirkten an der Filialräumung mit, und Lies sagte: „Ich war schockiert, als ich die Auflistung sah. Man macht sich überhaupt keine Vorstellung davon, wie viele Produkte ohne die Bestäubungsleistung der Insekten wegfallen würden.“

          Stefan Magel, Bereichsvorstand Handel Deutschland bei Penny, warnte, die Natur könnte „unwiederbringlich“ verstummen. Die Artenzahl der Insekten habe sich in den vergangenen 20 Jahren drastisch reduziert. Gerlind Lehmann, eine Professorin für Evolutionäre Ökologie an der Humboldt Universität zu Berlin, wurde mit dem Satz zitiert, Ursachen und Folgen des Insektensterbens seien erst ansatzweise erforscht. Ein staatliches Monitoring sei nötig.

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