Panama Papers :
Gründer von Mossack Fonseca festgenommen

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Ramon Fonseca am Donnerstag in Panama City
Mossack Fonseca wurde durch die Panama Papers bekannt. Die Kanzlei soll auch in den größten Schmiergeldskandal Lateinamerikas verwickelt sein. Nun wurden die Gründer festgenommen.

Der Deutsche Jürgen Mossack und sein Geschäftspartner Ramón Fonseca sollen laut Süddeutscher Zeitung am Donnerstag festgenommen und verhört worden sein. Die beiden Anwälte und Gründer der Kanzlei Mossack Fonseca werden beschuldigt, in den derzeit größten Schmiergeldskandal Lateinamerikas verwickelt zu sein. Sie sollen geholfen haben, Geld aus dubiosen Quellen zu verstecken. Im Rahmen der Festnahme lies die panamaische Staatsanwaltschaft auch die Firmenbüros von Mossack Fonseca durchsuchen.

Im Zentrum des sogenannten Lava-Jato-Skandals steht der brasilianische Baukonzern Odebrecht, der jahrelang Politiker geschmiert haben soll, um Aufträge für Großprojekte zu erhalten. „Mossack Fonseca hat weder eine Verbindung zu Odebrecht, noch zu irgendeinem anderen Lava-Jato-Unternehmen“, sagte der Kanzlei-Eigentümer Ramón Fonseca Reportern. Außerdem warf er dem panamaischen Präsidenten Juan Carlos Varela vor, auch Geld des Konzerns angenommen zu haben. Dieser wies die Vorwürfe am Donnerstag zurück.

Die Kanzlei Mossack Fonseca wurde durch die Veröffentlichung der Panama Papers bekannt . Das Unternehmen soll tausende Briefkastenfirmen gegründet haben, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen parkten. Ramón Fonseca war Varelas persönlicher Berater und stellvertretender Vorsitzender der Regierungspartei Partido Panameñista.