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Osram verkauft Lampengeschäft : Chinesen geht ein Licht auf

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Bild: Reuters

Der Leuchtmittelhersteller Osram trennt sich von seinem größten Geschäftsfeld. 400 Millionen Euro zahlt ein chinesisches Konsortium. Für den Käufer fallen aber noch mehr Kosten an.

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          Der Lichtkonzern Osram hat für seine traditionelle Lampensparte einen Käufer in China gefunden. Das unter Ledvance firmierende Geschäft mit gut 9000 Mitarbeitern geht an ein Konsortium um den chinesischen LED-Spezialisten MLS, wie der im MDax notierte Konzern am Dienstag mitteilte. Ebenfalls beteiligt sind die Finanzinvestoren IDG und Yiwu. Der Kaufpreis beträgt über 400 Millionen Euro. Darüber hinaus soll Osram in den kommenden Jahren Lizenzzahlungen für die Nutzung von Namensrechten erhalten.

          Der Abschluss des Geschäfts wird unter Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden im Laufe des Geschäftsjahres 2017 erwartet. In den vergangenen Wochen hatte sich abgezeichnet, dass der chinesische MLS-Konzern der aussichtsreichste Kandidat ist.

          Osram-Chef Olaf Berlien hatte im April 2015 angekündigt, das Geschäft mit klassischen Lampen - darunter Energiespar- und Halogenlampen, aber auch LED-Lampen - in eine eigenständige Tochter auszugliedern. Dieser Prozess war vor wenigen Wochen abgeschlossen worden. Neben einem Verkauf galten auch Gemeinschaftsunternehmen sowie eine Abspaltung des Geschäfts über die Börse als Optionen. Die Sparte hatte im letzten vollständigen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro erzielt, dabei aber operativ (Ebita) einen Verlust eingefahren. Osram will sich künftig auf die Geschäfte mit LED-Halbleitern und Spezialbeleuchtung konzentrieren.

          „Die Transaktion ist eine gute Nachricht für die Mitarbeiter von Ledvance“, sagte Aufsichtsratsmitglied und IG-Metall-Sprecher Michael Knuth. Den Angaben zufolge sollen alle bestehenden Betriebsvereinbarungen und Sozialpläne bis Ende 2018 bestehen bleiben.

          Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter hatten zuvor für die Beschäftigten einen Interessenausgleich und Sozialplan vereinbart. Sonstige Betriebsvereinbarungen wurden zudem bis 2018 festgeschrieben und ein Insolvenzschutz für Altersteilzeitverträge bis 2025, wie Knuth bereits früher mitgeteilt hatte. Das Paket kann sich aus seiner Sicht sehen lassen.

          Natürlich wären auch Arbeitsplatzgarantien wie etwa beim Roboterbauer Kuka wünschenswert gewesen, doch sei Kuka in einer ganz anderen Branche unterwegs, hatte Knuth betont. Der Roboterbauer, der gerade vom chinesischen Hausgerätehersteller Midea übernommen wird, gilt als eines der führenden Unternehmen beim Zukunftsthema vernetzte Produktion. Osram hatte zuletzt rund 33 000 Beschäftigte, davon rund 9000 in dem Lampengeschäft, das unter dem Namen Ledvance firmiert.

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