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Neues Modell aus Eisenach : Opel will noch in diesem Jahr zurück nach Russland

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Opel-Chef Michael Lohscheller stellt den Plug-in-Hybriden „Grandland X“ auf der Automesse IAA in Frankfurt am 12. September 2017 vor. Bild: Victor Hedwig

In der Zeit unter General Motors war der Verkauf von Opel-Modellen auf Europa beschränkt worden. Mit dem neuen Grandland soll das Geschäft der Rüsselsheimer mit Russland nun wieder aufgenommen werden.

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          Der Autohersteller Opel will nach langer Unterbrechung schon im Jahr 2019 wieder auf den russischen Markt. „Wir gehen dieses Jahr zurück nach Russland. Der Rückzug hat uns schwer getroffen“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller vor dem Produktionsstart des Stadtgeländewagens Grandland am Mittwoch in Eisenach. Der SUV aus dem Thüringer Werk, für den 2020 eine Hybrid-Variante komme, solle auch in Russland verkauft werden, kündigte Lohscheller an. Nach der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern könne Opel jetzt wieder „auf alle Märkte der Welt“.

          Der amerikanische Autobauer General Motors (GM), zu dem Opel bis 2017 gehörte, hatte den Verkauf von Opel-Modellen schrittweise auf Europa beschränkt. Über eine Rückkehr nach Russland war mit GM erfolglos diskutiert worden. Nach Unternehmensangaben fahren aktuell noch rund 400.000 Opel in Russland.

          Das Eisenacher Werk sei nach der Neuausrichtung der Kleinwagenproduktion auf den SUV Grandland gut aufgestellt, sagte der Opel-Chef. Auf der Fertigungslinie könnten sowohl Autos mit Benzin-, Diesel- oder Hybridantrieb gebaut werden. So könne auf Nachfrageänderungen der Kunden gut reagiert werden. „Wir werden die Marke Opel elektrifizieren. Und Eisenach spielt dabei eine wichtige Rolle.“

          In Thüringen hatte es Befürchtungen gegeben, dass die Auslastung des Werkes, für dessen Bau sich Opel unmittelbar nach dem Mauerfall entschieden hatte, mit nur einem Modell unsicher ist. Für den Grandland war das Werk mit derzeit noch 1400 Arbeitnehmern seit Mai aufwendig umgebaut worden.

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