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Opel-Chronik : Vom Nähmaschinenhersteller zum Fahrzeugbauer

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Die Vorlage für den Blitz im Logo lieferte Opel die Lastwagenreihe „Blitz“, die das Unternehmen von 1930 bis 1975 herstellte. Bild: EPA

Vor mehr als 150 Jahren baute Adam Opel seine ersten Nähmaschinen in Rüsselsheim. Den Einstieg in den Automobilmarkt und die großen Erfolge erlebte der Gründer nicht mehr mit.

          1862: Adam Opel gründet in Rüsselsheim ein Unternehmen, das Nähmaschinen baut.

          1886: Opel startet die Fahrradherstellung.

          1895: Adam Opel stirbt in Rüsselsheim.

          1899: Einstieg in die Automobilproduktion.

          1906: Der tausendste Opel wird produziert.

          1909: Opel fertigt den ersten Lastwagen.

          1924: Das Unternehmen fertigt das erste deutsche Auto vom Fließband. Das Modell „4/12 PS“ bekommt im Volksmund den Namen „Laubfrosch“.

          1928: Opel wandelt sich von einer Kommanditgesellschaft zu einer Aktiengesellschaft um.

          1929-1931: General Motors übernimmt die komplette Opel AG.

          1933: Trotz der Machtergreifung der Nationalsozialisten erwägt General Motors keinen Rückzug aus Deutschland.

          1935: Opel ist Deutschlands größter Automobilhersteller. Pro Jahr werden 100.000 Fahrzeuge produziert. Ein zweites Werk in Brandenburg an der Havel wird für die Produktion von Lastwagen gebaut.

          1937: Opel gibt die Fahrradherstellung auf und konzentriert sich komplett auf die Produktion von motorbetriebenen Fahrzeugen.

          1938: Dank hoher Exporte wird Opel der wichtigste Devisenbringer für das nationalsozialistische Deutsche Reich.

          1940: Auf Anordnung der Reichsregierung stellt Opel die Produktion von zivilen Fahrzeugen ein. Der 3-Tonnen-Lastwagen „Blitz S“ des Unternehmens ist der wichtigste Lastwagen der Wehrmacht.

          1941: Der letzte amerikanische Manager verlässt Opel; formal bleibt General Motors aber Eigentümer.

          1946: Opel baut das erste Nachkriegsfahrzeug, den kleinen 1,5-Tonnen-Lastwagen „Blitz“.

          1950: Das zerstörte Opel-Werk in Rüsselsheim wird wieder aufgebaut. Das Werk in Brandenburg wurde nach dem Krieg demontiert.

          1962: Das Bochumer Opel-Werk wird eröffnet. Das Unternehmen produziert hier den „Kadett“.

          1966: Opel eröffnet ein Testzentrum im hessischen Dudenhofen und ein Teilewerk in Kaiserslautern.

          1971: Mit dem „Rekord C“ rollt der zehnmillionste Opel vom Band.

          1982: Ein neues Werk im spanischen Saragossa startet mit der Produktion des Opel „Corsa“.

          1992: Das Opel-Werk im thüringischen Eisenach wird eröffnet.

          2008: Der von der Finanzkrise schwer getroffene Autobauer und Opel-Eigner General Motors stellt in Deutschland eine Anfrage für eine Bürgschaft durch den Bund.

          2009: Mehrere Investoren interessieren sich für einen Kauf von Opel. Unter den Interessenten sind der italienische Autobauer Fiat und ein Konsortium aus dem kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna International und der russischen Sberbank. General Motors lässt trotz Einwilligung der Bundesregierung den Verkauf an das Konsortium platzen und behält den deutschen Autobauer.

          2009: Mit dem „Ampera“ stellt Opel sein erstes Elektroauto vor.

          2010: Der Bund lehnt eine Bürgschaft über 1,1 Milliarden Euro ab.

          2012: Opel eröffnet ein Motorenwerk in Ungarn und feiert 150 Jahre Jubiläum.
           

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