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Möglicher Verkauf an Peugeot : GM-Chefin: Opel soll erhalten bleiben

  • Aktualisiert am

Opel beschäftigt in Deutschland rund 19.000 Menschen. Bild: Reuters

Opel soll ein eigenes Unternehmen bleiben - auch wenn die künftigen Eigentümer in Frankreich sitzen. Darauf deuten nicht nur Aussagen der amtierenden Konzernchefin hin.

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          Der Autohersteller Opel soll auch nach einem möglichen Verkauf an Peugeot offenbar als eigenes Unternehmen erhalten bleiben. Dies habe die Chefin des amerikanischen Mutterkonzerns General Motors, Mary Barra, während ihres Besuchs in Rüsselsheim am Mittwoch zugesagt, berichtet das „Manager-Magazin“ und beruft sich dabei auf nicht näher bezeichnete Verhandlungskreise.

          Demzufolge soll Barra erklärt haben, Peugeot-Chef Carlos Tavares wolle zunächst auf Kontinuität setzen. Der amtierende Opel-Vorstand solle im Amt bleiben. Das beinhalte auch den aktuellen Opel-Chef Karl-Thomas Neumann. Opel lehnte eine Stellungnahme ab.

          Rheinland-Pfalz zuversichtlich

          Dass dies plausibel sein kann, bestätigte indirekt an diesem Freitag auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Die SPD-Politikerin sagte im Mainzer Landtag, es gebe erste Signale, dass ein Eigentümerwechsel nicht dazu führen werde, dass Standorten in Deutschland schließen. Mit 2100 Beschäftigten in Kaiserslautern sei Rheinland-Pfalz „auch ein Opel-Land“. An der Debatte des Landtags nahmen auch vier Vertreter des Opel-Betriebsrats in Kaiserslautern teil.

          Zuvor sagte bereits der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD): „Uns gegenüber geht Opel (...) davon aus, dass die rund 700 Arbeitsplätze im Warenverteilzentrum in Bochum durch eine eventuelle Übernahme durch PSA nicht gefährdet sind.“ Er sei in Sachen Opel mit der Bundesregierung und Opel-Betriebsräten im engen Austausch.

          Die Opel-Mutter General Motors (GM) erwägt, das Unternehmen nach fast 90 Jahren an den französischen PSA-Konzern zu verkaufen, an dem der französische Staat 14 Prozent der Anteile hält. Im Fall einer Übernahme erwarten Experten eine schnelle Integration in den Entwicklungs- und Produktionsverbund von PSA, was zu merklichen Arbeitsplatzverlusten führe könnte. Opel hat in den
          Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen Werke mit zusammen rund 19.000 Mitarbeitern.

          Der britische Wirtschaftsminister Greg Clark hat derweil nach General Motors auch mit Peugeot gesprochen, um dafür zu werben, Arbeitsplätze bei der britischen Tochtergesellschaft Vauxhall zu erhalten. Clark hatte am Donnerstagabend in Frankreich Politiker und Peugeot-Manager getroffen. Sie würden auf die Stärke der britischen Marke Vauxhall bauen, die auf das Engagement der Beschäftigten zurückgehe. „Die Diskussionen sind noch im Gange, sie haben aber deutlich gemacht, dass im Falle eines Deals dies Stärken wären, auf die sie aufbauen wollen würden.“

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