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Entwicklungszentrum in Rüsselsheim : Opel prüft „strategische Partnerschaft“ 

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So sah es, im Oktober 2016, im damals neuen Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim aus. Bild: dpa

Was wird aus der Opel-Ingenieurswerkstatt am Stammsitz in Rüsselsheim? Stehen Teile zum Verkauf? Nun äußert sich der Hersteller.

          Der Autohersteller Opel lotet für sein Entwicklungszentrum in Rüsselsheim mögliche Partnerschaften aus. Das Sanierungsprogramm „PACE“ könne zusätzlich zu internen organisatorischen Maßnahmen „auch strategische Partnerschaften umfassen“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

          Nach einem unbestätigten Medienbericht denkt der Opel-Eigentümer, der französische Automobilkonzern PSA, darüber nach, sich von einem Teil des Opel-Entwicklungszentrums zu trennen. PSA und Opel hätten mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Übernahmeangebote vorlegen, hatte die französische Zeitung „Le Monde“ zuvor berichtet. Ein PSA-Sprecher wollte „Spekulationen“ nicht kommentieren.

          Der Opel-Sprecher betonte, das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim werde auch künftig alle Opel-Modelle entwickeln und die Aufgaben der 15 Kompetenzzentren für die gesamte PSA-Gruppe übernehmen. Wegen des „stark rückläufigen“ Volumens von Auftragsarbeiten für den früheren Eigner, den amerikanischen Hersteller General Motors, und im Rahmen der Mitbestimmung gelte es, mit den Sozialpartnern eine Lösung zu finden. Dies sei Bestandteil der Ende 2017 unterzeichneten Rahmenvereinbarung. Bisher seien keine Entscheidungen getroffen.

          Opel war im vergangenen August von PSA übernommen worden, zu dem bereits die Marken Peugeot, Citroën und DS gehörten. Ende Mai hatten sich Unternehmen und Arbeitnehmer auf eine Beschäftigungssicherung bis einschließlich Juli 2023 geeinigt.

          Der PSA-Vorstandsvorsitzende Carlos Tavares hatte in der Vergangenheit angekündigt, Opel als deutsche Marke zu erhalten. Das Entwicklungszentrum soll dabei eine wichtige Rolle spielen und konzernweit verantwortlich sein unter anderem für eine neue Benzinmotoren-Familie, die Brennstoffzelle oder die Sitze. Nach bisherigen Plänen sollen dort ungefähr 1000 Stellen wegfallen.

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