https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/opel-koennte-rein-elektrische-automarke-werden-15191695.html

PSA-Konzernchef : Opel könnte rein elektrische Automarke werden

  • Aktualisiert am

Opel-Fabrik in Eisenach Bild: EPA

„Wenn Opel eine rein elektrische Automarke werden will, ist das auch okay“, sagt Carlos Tavares, Chef des französischen PSA-Konzerns, der Opel gekauft hat. Unter einer Bedingung: Das Unternehmen müsse profitabel sein.

          1 Min.

          Opel könnte nach der Übernahme durch den französischen PSA-Konzern zum reinen Hersteller von Elektroautos werden. „Wenn Opel irgendwann eine rein elektrische Automarke werden will, ist das für uns auch okay – vorausgesetzt, dass dies profitabel ist“, sagte PSA-Chef Carlos Tavares der „Bild am Sonntag“. Opel werde schon bald mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride auf den Markt bringen. PSA werde dazu die Technologie beisteuern. „Im Jahr 2023 werden rund 80 Prozent unserer Modelle elektrifiziert sein“, sagte Tavares. „Es gibt keinen Grund, warum Opel hiervon nicht profitieren könnte.“

          Opel-Chef Michael Lohscheller betonte in dem Gespräch, er wolle das Unternehmen schnell zurück in die Gewinnzone führen. „Opel muss und wird profitabel sein“, sagte er. Dafür würden bis 2026 jährliche Synergien von 1,7 Milliarden Euro genutzt, etwa in den Bereichen Entwicklung und Einkauf. Die Marke Opel bleibe deutsch. „Wir haben sehr konkrete Vorstellungen, wie diese Eigenständigkeit aussehen soll, bei Design, Handling, Licht, Sitzen, Armaturen“, sagte Lohscheller.

          Eine Arbeitsplatz-Garantie für Opel wollte Tavares nicht geben. „Der beste Weg, unser Unternehmen und die Belegschaft zu schützen, ist, profitabel zu sein“, sagte der PSA-Chef. Sei man besser, schneller und anpassungsfähiger als die Konkurrenz, „sind Arbeitsplätze automatisch sicher“. Der französische PSA-Konzern, zu dem die Marken Peugeot, Citroen und DS gehören, hatte Opel vor kurzem von GM gekauft.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Löste die großen Proteste in Iran aus: die im Polizeigewahrsam ums Leben gekommene Masha Amini.

          Proteste in Iran : Die Welt steht an einem Wendepunkt

          Die Proteste in Iran nach dem gewaltsamen Tod von Mahsa Amini haben das Zeug, nicht nur das Regime in Teheran zu Fall zu bringen. Sie fordern den gesamten politischen Islam heraus. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.