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Opel-Sanierung : Opel führt Kurzarbeit ein

  • Aktualisiert am

Opel führt sechs Monate Kurzarbeit in Rüsselsheim ein. Bild: BABANI/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Besser weniger arbeiten als gar nicht: In dieser Woche soll im Opel-Werk in Rüsselsheim Kurzarbeit beginnen. Schafft es Opel durch die Sanierung wieder in die Gewinnzone?

          Noch in dieser Woche beginnt im Opel-Werk in Rüsselsheim eine voraussichtlich sechsmonatige Kurzarbeit. Die Bundesagentur für Arbeit habe dies bewilligt, sagte ein Unternehmenssprecher. Geschäftsleitung und Betriebsrat hatten in Abstimmung mit der IG Metall die Kurzarbeit im Stammsitz des Unternehmens vereinbart. Betroffen sind sowohl die Produktentwicklung als auch Verwaltungsbereiche, hieß es.

          Die Bundesregierung hatte Kurzarbeit infolge der Finanzkrise eingeführt. Arbeitgeber können Kurzarbeit beantragen, wenn weniger Arbeit anfällt, zum Beispiel weil Aufträge entfallen. So arbeiten Angestellte über eine begrenzte Zeit weniger, werden aber nicht entlassen.

          Automatisiertes Fahren und Brennstoffzelle

          Die Kurzarbeit war bei Opel bereits im Dezember vereinbart worden, um das Arbeitsvolumen an den deutschen Standorten mit derzeit noch ungefähr 19.000 Mitarbeitern zu verringern. Dadurch sollen in dem vom französischen PSA-Konzern übernommenen Autohersteller Entlassungen vermieden werden.

          Kurzarbeit ist nicht die einzige Maßnahme: So kündigte Opel-Chef Michael Lohscheller im Dezember an, das Altersteilzeitprogramm bis auf den Geburtsjahrgang 1960 auszuweiten. Dabei wird die Arbeitszeit progressive verringert, um auf den Ruhestand vorzubereiten. Es gebe auch Vorruhestands-Regeln für Mitarbeiter, die 36 Monate vor dem frühestmöglichen Renteneintritt sind.

          Die Vereinbarung zwischen Management und Betriebsrat sieht zudem eine Verringerung der Zahl der Leiharbeiter in den Produktionswerken Rüsselsheim und Kaiserslautern vor.
          Nach der Übernahme durch den PSA-Konzern im August 2017 sind die Opel-Mitarbeiter in Deutschland bis Ende 2018 vor betriebsbedingten Entlassungen geschützt. Auch Werkschließungen sind zunächst nicht vorgesehen.

          Das Sanierungsprogramm „Pace“ soll den deutschen Automobilbauer wieder in die Gewinnzone bringen. Am Stammsitz in Rüsselsheim sollen sogenannte Kompetenzzentren für die gesamte PSA-Gruppe entstehen. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen.

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