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Konflikt beigelegt : Opel einigt sich mit Betriebsrat über das Entwicklungszentrum

Der Widerstand war groß: Opel-Mitarbeiter protestieren im vergangenen Dezember gegen die Pläne für das Entwicklungszentrum. Bild: dpa

Lange war unklar, wie es mit einem Teil der Opel-Entwickler weitergeht. Nun haben Mitarbeiter die Wahl.

          Der Autohersteller Opel hat den Konflikt mit den Arbeitnehmervertretern über die Zukunft des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim beigelegt. Wie das Unternehmen und der Betriebsrat am Mittwoch übereinstimmend mitteilten, haben die beiden Parteien in der Einigungsstelle eine Übereinkunft erzielt, wie „Überkapazitäten in der Entwicklungsabteilung“ begegnet werden soll.

          Bevor der französische Autohersteller PSA Peugeot Citroen vor anderthalb Jahren vom amerikanischen Konzern General Motors übernommen hatte, arbeiteten in der Opel-Entwicklung rund 7000 Techniker und Ingenieure. Da aber Aufträge des früheren Opel-Eigners schrittweise auslaufen, standen zuletzt rund 2000 Stellen zur Disposition. Im vergangenen Spätsommer hatte sich Opel dann mit dem französischen Ingenieurdienstleister Segula Technologies darauf verständigt, Mitarbeiter und Teile des Entwicklungszentrums an das Unternehmen abzugeben. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall hatten bisher gegen diese Pläne opponiert.

          Segula begrüßt Einigung

          Die nun bekanntgegebene Einigung sichere die Kernkompetenzen des Entwicklungszentrums, hieß es in den Mitteilungen des Unternehmens und der Arbeitnehmervertreter. Gleichzeitig bietet Opel nun Mitarbeitern des Entwicklungszentrums an, das Unternehmen freiwillig über Altersteilzeitvereinbarungen, Vorruhestandsregelungen oder Abfindungen zu verlassen. Da Opel aber auch die Partnerschaft mit Segula weiter vorantreibt, können die betroffenen Mitarbeitern nun wählen, Opel den Rücken zu kehren oder zu dem Ingenieurdienstleister zu wechseln. Zur Einigung gehört auch die Zusage von Opel, rund 280 Auszubildende zu übernehmen.

          Der Ingenieurdienstleister Segula begrüßte am Mittwoch die getroffene Vereinbarung. Das Unternehmen will in Rüsselsheim einen eigenen Standort eröffnen, zu dem auch Teile des Opel-Testzentrums in Dudenhofen gehören. „Der Weg zur erfolgreichen Umsetzung unseres Projektes ist jetzt frei. Der Segula-Engineering-Campus kommt“, ließ sich Segula-Deutschlandchef Martin Lange in einer Mitteilung zitieren. „Das Interesse von externen Kunden ist groß; wir sehen eine gute Auftragslage für Rüsselsheim und Dudenhofen.“

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