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Oliver Kahn gegen Start-up : Der Streit der Titanen ist beendet

Oliver Kahn während der Jahreshauptversammlung des FC Bayern Mitte November 2019 Bild: dpa

In seiner aktiven Zeit wurde Oliver Kahn oft „Titan“ genannt. Ein gleichnamiges Torwarthandschuh-Start-up hatte er deshalb verklagt. Jetzt gibt es eine Einigung.

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          Der ehemalige Welttorhüter Oliver Kahn und das Torwarthandschuh Start-up T1tan haben ihren Rechtsstreit beigelegt. Kahn hatte das junge Unternehmen im Frühjahr 2018 verklagt, da er seine Rechte am Begriff „Titan“ verletzt sah. Als solcher war Kahn in seiner aktiven Zeit oft bezeichnet worden.

          Benjamin Fischer
          Redakteur in der Wirtschaft.

          T1tan-Geschäftsführer Matthias Leibitz sagte dagegen im Juni: „Für uns ist klar: Wir haben die Markenrechte an T1tan.“ Über den nun am Abend des 28. Novembers im Rahmen einer gerichtsinternen Mediation erfolgten Vergleich vereinbarten beide Seiten Stillschweigen, wie aus einer Mitteilung des Landgerichts München hervorgeht.

          „Wir sind sehr zufrieden, dass das Thema jetzt vom Tisch ist und wir uns wieder nur auf unsere eigentliche Arbeit konzentrieren können“, so Leibitz gegenüber der F.A.Z. Der Name des Unternehmens T1tan bleibt erhalten, die Handschuhe werden weiterhin unter dieser Bezeichnung verkauft, wie ein schneller Blick auf die Webseite offenbart.

          Leibitz hatte das Unternehmen im Jahr 2010 mit seinem Geschäftspartner Manuel Meier ursprünglich unter dem Namen „Aegiv“ gegründet. Unter diesem firmierte es bis 2013, dann folgte die Umbenennung. An T1tan ist seit Mitte 2017 auch der ehemalige Bundesliga- und Nationaltorwart Rene Adler beteiligt. Adler investierte zunächst eine niedrige sechsstellige Summe und erhielt 20 Prozent der Anteile, heute hält er 25,1 Prozent.

          Kahn als Unternehmer

          Zum Start der Bundesliga-Saison 2017/2018 lief er als erster Torwart mit Handschuhen aus dem eigenen Unternehmen auf. Heute stehen unter anderem seine ehemaligen Mannschaftskollegen bei Mainz 05, Robin Zentner und Florian Müller, sowie der mittlerweile nach Paderborn gewechselte Jannik Huth bei T1tan unter Vertrag.

          Im Jahr 2018 verkaufte das Unternehmen rund 50.000 Handschuhe, der Umsatz belief sich auf gut 2,1 Millionen Euro. Für das laufende Jahr peilt man jeweils das Doppelte an.

          Auch Oliver Kahn vertreibt mit seinem Unternehmen Goalplay Torwarthandschuhe und bietet individualisierbare Trainingspläne an. Zudem kommentiert er als Fernseh-Experte für das ZDF. Jüngst wurde er zum 1. Januar 2020 in den Vorstand seines ehemaligen Vereins FC Bayern München berufen.

          Infolgedessen will Kahn die Funktion des Geschäftsführers bei Goalplay Ende des Jahres aufgeben. Das Engagement beim ZDF soll nach Angaben des Öffentlich-Rechtlichen Senders indes weitergeführt werden.

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