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Bis 2030 Scholz will Förderung von E-Autos verlängern

Kurz nach einem Treffen mit dem VW-Chef kündigt Finanzminister Scholz an, für die Elektromobilität tiefer in die Tasche zu greifen. Das Klimaziel ist dennoch weit entfernt.

Von Carsten Germis, Kerstin Schwenn und Manfred Schäfers

Hat er den Finanzminister überzeugt? VW-Chef Herbert Diess
© dpa
Hat er den Finanzminister überzeugt? VW-Chef Herbert Diess

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist bereit, eine klimafreundliche Verkehrswende langfristig aus dem Bundeshaushalt zu unterstützen. Der SPD-Politiker verwies im Gespräch mit der F.A.Z. auf die milliardenschweren Investitionsentscheidungen der deutschen Autokonzerne. Sie wollen die neuen EU-Emissionswerte für Pkw und Lastwagen für das Jahr 2030 erreichen, indem sie mehr Elektroautos bauen und verkaufen. „Der Staat muss das mit einem Ausbau der Ladeinfrastruktur und mit steuerlicher Förderung begleiten“, sagte der Minister und kündigte in diesem Zusammenhang an: „Ich finde es industriepolitisch wichtig, dass wir unsere gegenwärtig bis 2021 begrenzten Förderprogramme für batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride auf das ganze nächste Jahrzehnt ausdehnen.“

Scholz will somit sowohl reine Elektroautos unterstützen als auch Fahrzeuge, die zusätzlich über einen Verbrennungsmotor verfügen, über den sie den Speicher für den Elektroantrieb aufladen können. „Gleichzeitig sollte man eine steigende elektrische Kilometerleistung bei den Fahrzeugen vorschreiben“, betonte Scholz.

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