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Halbleiter-Technologie : China erobert den Wafer-Markt

Ein Silizium-Wafer zur Herstellung von Computerchips Bild: Reuters

Glänzend, dünn und schwer zu produzieren: Ohne Siliziumwafer gibt es keine Chips. Während Europa seinen wichtigsten Hersteller abgibt, steigt China zum größten Standort der Welt auf.

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          Wer Computer-Chips herstellen will, braucht neben viel Kapital und Know-how vor allem eins: Wafer. Jene mehrschichtigen, kaum einen Millimeter dünnen und silbern glänzende Scheiben, die in verschiedenen Durchmessern gefertigt werden und schon mal so groß wie eine ordentliche Pizza sein können. Denn je größer eine Scheibe ist, desto mehr Chips lassen sich auf ihr fertigen; und je mehr Chips sich auf ihr herstellen lassen, desto geringer sind die Kosten für die jeweiligen Sensoren, Steuer- und Speicherbauteile.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Während Europa auf dem knapp 10 Milliarden Dollar großen Weltmarkt für Silizium-Wafer mit der deutschen Siltronic AG gerade seinen bislang wichtigsten Hersteller an die taiwanische GlobalWafer abgibt, ist China in der Corona-Pandemie zum größten Wafer-Standort der Welt aufgestiegen. Nach Angaben des Branchenverbandes European Semiconductor Industry Association (ESIA) steht knapp ein Viertel aller globaler Fertigungskapazitäten mittlerweile im Reich der Mitte.

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