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Offizieller Beschluss : IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn

  • Aktualisiert am

Die IG Metall ist streitlustig Bild: dpa

Es zeichnet sich ein harter Tarifstreit ab: Die Gewerkschaftsforderung liegt weit über den Vorstellungen der Arbeitgeber. Die wollen die Löhne weniger stark anheben, als im vergangenen Jahr.

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          Die IG Metall geht wie erwartet mit der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in die Tarifrunde für die 3,4 Millionen Beschäftigten der der Metall-und Elektroindustrie. Der Vorstand der Gewerkschaft beschloss die Forderung für zwölf Monate. IG-Metall-Chef Jürgen Peters nannte die Forderung „sozial gerechtfertigt und gesamtwirtschaftlich notwendig“

          Die Unternehmen der Branche hätten selten so viel verdient und gleichzeitig so wenig für Löhne und Gehälter gezahlt wie heute. Nach Angaben der IG Metall werden von den Unternehmen derzeit nur 16,4 Prozent vom Umsatz für Löhne und Gehälter aufgewendet.

          Peters fordert „Verzicht auf überflüssige Rituale“

          Peters appellierte an die Metall-Arbeitgeber, „auf überflüssige Rituale zu verzichten“ und den Arbeitnehmern schnell ein faires Angebot zu machen.

          „Angesichts des anhaltenden wirtschaftlichen Höhenflugs der Metallindustrie ist die Forderung sozial gerechtfertigt und gesamtwirtschaftlich notwendig und für die Unternehmen bezahlbar“, sagte IG-Metall-Chef Jürgen Peters nach den Beratungen. Die Unternehmen der Metall- und Elektrobranche hätten selten so viel verdient und gleichzeitig so wenig für Löhne und Gehälter gezahlt wie heute, betonte Peters.

          Warnstreiks ab April möglich

          Die Arbeitgeber wiesen die Forderung der IG Metall bereits zuvor als unrealistisch zurück: „Der Abschluss kann nicht der des letzten Jahres mit drei Prozent sein“, sagte Gesamtmetallchef Martin Kannegießer der Nachrichtenagentur AP.

          Die regionalen Tarifverhandlungen beginnen am 12. März in Nordrhein-Westfalen. Bis zum 19. März folgen alle anderen Bezirke mit einer ersten Runde. Die Tarifverträge laufen am 31. März aus. Die Friedenspflicht endet am 28. April. Danach sind Warnstreiks möglich.

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