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Supermärkte in Österreich : Jeder Kunde erhält eine FFP2-Maske gratis

Das neue Einkaufsgefühl Bild: dpa

Von diesem Montag an müssen die Österreicher beim Einkaufen eine FFP2-Maske tragen. Viele Supermärkte wollen sie kostenlos verteilen.

          2 Min.

          In Österreich müssen die Bürger von diesem Montag an FFP2-Schutzmasken in vielen Teilen des öffentlichen Lebens tragen. Schon in den Tagen zuvor gab es eine starke Nachfrage nach den mit einem vergleichsweise guten Virenschutz versehenen Filtering-Face-Pieces, wie sie auf Englisch ausgeschrieben heißen. Nun stellen viele Supermarktketten in Aussicht, den Hygieneschutz unentgeltlich anzubieten.

          Michaela Seiser

          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Im Lauf der vergangenen Woche ist der Preis für FFP2-Masken in den großen Supermarktketten zum Wettlauf geworden. Zunächst waren die Masken für bis zu acht Euro zu bekommen. Dann hatten Mitte der Woche Hofer (der Österreich-Ableger des Diskonters Aldi), Spar und Rewe (mit den Nahversorgern Billa, Merkur und dem Diskonter Penny) angekündigt, die ab Montag beim Einkaufen vorgeschriebenen FFP2-Masken bereits ab 59 Cent je Stück zu verkaufen. Das Interesse der Österreicher war entsprechend, sodass im Verlauf der Woche die Ausgabe mit fünf Stück je Einkauf begrenzt wurde. Dann setzte der Branchenprimus Rewe die Konkurrenz am Samstag mit der Ankündigung unter Zugzwang, die Masken anfangs gratis zur Verfügung zu stellen.

          Spar und Hofer reagierten umgehend und wollen die Masken nun ebenfalls gratis abgeben. Lidl will im Lauf der Woche nachziehen. Sogar der Großhändler Metro Österreich kündigte an, FFP2-Masken umsonst abzugeben.

          „Solange der Vorrat reicht“

          Rewe hatte bereits zuvor versichert, dass es genug Masken gebe. Wegen der großen Verunsicherung der Bevölkerung werde man nun in den ersten drei Tagen jedem Kunden von Billa, Merkur und Penny gratis eine FFP2-Maske zur Verfügung stellen. „Dieses Angebot gilt, solange der Vorrat am jeweiligen Standort reicht“, teilte das Management mit. Es würden aber am Montag ausreichend Masken vorhanden sein.

          Auch Spar und Hofer kündigten wenige Zeit später an, ihren Kundinnen und Kunden FFP2-Masken gratis zur Verfügung zu stellen. Bei Spar-, Eurospar- und Interspar-Märkten sowie Maximärkten werden Gratismasken am Eingang verteilt, jeder Kunde bekommt eine. Das Angebot gilt, „solange der Vorrat reicht“, aber ohne zeitliche Befristung.

          Am Wochenende wurde auch bekannt, mit welchen Strafen bei einem Verstoß gegen die FFP2-Maskenpflicht in Österreich zu rechnen ist. Wer gegen die Tragepflicht verstößt, muss künftig 25 Euro bezahlen, heißt es in einer Verordnung des Gesundheitsministeriums.

          Wie soll kontrolliert werden?

          Wie strikt die Pflicht im Handel durchgesetzt wird, ist unterschiedlich, ergab ein Rundruf der Austria Presseagentur. „Wir werden Kunden am Montag höflich auf die FFP2-Maskenpflicht aufmerksam machen. Eine Maske kann man bei uns ja bekommen. Mehr können wir nicht tun“, heißt es etwa von Spar. Die Mitarbeiter könnten auch nicht überprüfen, ob jemand aus medizinischen Gründen keine solche Maske tragen könne. Man sei zuversichtlich, dass das klappen werde, denn das habe auch bisher mit den MNS-Masken gut funktioniert.

          Deutlich strikter plant die Rewe-Gruppe vorzugehen. Kunden, die aus gesundheitlichen Gründen von der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske ausgenommen sind, würden gebeten, auf Nachfrage eine ärztliche Bestätigung vorzuzeigen. Hofer verweist ebenfalls darauf, dass das Tragen einer FFP2-Schutzmaske für alle ab 14 Jahren gilt, die nicht eine medizinische Ausnahme geltend machen können. Ob die Gratisausgabe von Masken den Lebensmittelhandel beflügelt, ist unklar. Er war jedenfalls im vergangenen Jahr einer der Gewinner der strikten Ausgehbeschränkungen, während andere Teile des stationären Handels stark litten.

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