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New Yorker Gericht : Ölriese Exxon wegen Falschangaben zum Klimawandel verklagt

  • Aktualisiert am

Von Exxon betriebene Tankstelle in Nashville Bild: AP

ExxonMobil habe Anleger jahrzehntelang in die Irre geführt, lautet der Vorwurf der New Yorker Staatsanwaltschaft. Sie sind aber nicht die einzigen, die den Ölriesen verklagen.

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          Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat den größten amerikanischen Ölkonzern ExxonMobil wegen angeblicher Falschangaben zum Klimawandel verklagt. Das Unternehmen werde beschuldigt, Investoren über geschäftliche Risiken im Zuge einer strengeren Regulierung aufgrund der Erderwärmung getäuscht zu haben, erklärte Generalstaatsanwältin Barbara Underwood am Mittwoch.

          Exxon habe jahrelang Anleger in die Irre geführt, die „Geld und Vertrauen“ in den Konzern investiert hätten, hieß es in der Mitteilung weiter. Exxon reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

          Underwoods Vorgänger Eric Schneiderman hatte bereits vor mehr als drei Jahren Ermittlungen gegen den Ölriesen eingeleitet. Anfang des Jahres hatte schon die Stadt New York Exxon sowie die Branchengrößen BP, Chevron, ConocoPhillips und Shell auf Zahlungen zur Bewältigung des Klimawandels verklagt.

          Bürgermeister Bill De Blasio forderte im Januar Entschädigung für die hohen Kosten, die der Stadt bereits durch die Erderwärmung entstanden seien und die nötig seien, um ihre Infrastruktur für die weiteren Folgen zu rüsten. Ähnliche Klagen gibt es auch von einigen anderen amerikanischen Städten und Landkreisen.

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