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Öko-Limo : Bionade wechselt Besitzer

Dem einstigen Trendsetter folgten billige Nachahmer Bild: dpa

Der Braukonzern Radeberger hat acht Jahre nach seinem Einstieg den Spaß an der Öko-Limonade verloren. Die einstige Trendmarke leidet unter dem Erfolg der Nachahmer.

          Der Frankfurter Braukonzern Radeberger trennt sich acht Jahre nach seinem Einstieg wieder von der Öko-Limo „Bionade“. Die Marke wird an den Mineralbrunnenbetrieb Hassia in Bad Vilbel verkauft. Außerdem übernimmt Hassia auch die Marke „Ti Erfrischungstee“ von Radeberger, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten. Über den Kaufpreis vereinbarten die Unternehmen Stillschweigen.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die zum Oetker-Konzern zählende Brauereigruppe Radeberger hatte sich im Jahr 2009 an Bionade beteiligt und die Öko-Limonade Ende 2012 schließlich vollständig übernommen. Die Hoffnungen, die das Unternehmen in das einstige Trendgetränk gesetzt hatte, haben sich aber offenbar nicht voll erfüllt. Am fränkischen Bionade-Brauort Ostheim wurden viele Stellen abgebaut. Der Standort soll aber bleiben. Die dort noch verbliebenen 79 Mitarbeiter werden von Hassia übernommen. Die Ti-Erfrischungstees sollen künftig allerdings nicht mehr im Allgäu, sondern in der Kelterei Rapp’s im hessischen Karben produziert und abgefüllt werden. Radeberger will sich nach eigenen Angaben wieder stärker auf das Kerngeschäft Bier konzentrieren. Zum Konzern gehören neben der Marke Radeberger auch die Biermarken Jever, Binding, Henninger, Büble, Tucher, aber auch Schlösser Alt, Stuttgarter Hofbräu, Wicküler und noch viele mehr.

          Bionade wurde Mitte der 90er Jahre vom Braumeister Dieter Leipold erfunden, um die Jahrtausendwende avancierte die gebraute Limonade dann zum Szene-Getränk in Deutschlands Großstädten. Damals zeigte auch Coca-Cola Interesse an der Marke. Später kam die Limonade aber durch günstige Nachahmer in Bedrängnis.

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