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Oberbürgermeister von Münster : Markus Lewe wird neuer Städtetag-Präsident

Markus Lewe, der Oberbürgermeister von Münster. Bild: Holde Schneider

Der Oberbürgermeister von Münster wird das neue Gesicht des kommunalen Interessenverbands – und das schon zum zweiten Mal. Markus Lewe ist zugleich Vorgänger und Nachfolger des bisherigen Präsidenten Burkhard Jung.

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          Markus Lewe wird voraussichtlich neuer Präsident des Deutschen Städtetages. Dieser Wahlvorschlag ist nach Informationen der F.A.Z. auf der Hauptversammlung des kommunalen Spitzenverbandes zu erwarten. Das Vorschlagsrecht für das höchste Ehrenamt liegt in diesem Jahr bei der CDU/CSU-Gruppe im Städtetag, die den Oberbürgermeister von Münster benennen will. Die Hauptversammlung findet alle zwei Jahre statt, dieses Mal trifft man sich vom 16. bis 18. November in Erfurt. Die Wahl der Spitzenrepräsentanten wird am letzten Tag sein.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Der CDU-Politiker ist ein bekanntes Gesicht an der Spitze des Städtetags. Es wird seine zweite Amtszeit, da er von Januar 2018 bis Juni 2019 schon einmal Präsident war. Aktuell ist er Vize von Burkhard Jung (SPD), der Oberbürgermeister von Leipzig ist. Der studierte Verwaltungswirt Lewe gehört seit 2013 dem Präsidium des Städtetages an. Der 56 Jahre alte Kommunalpolitiker ist seit 2009 Oberbürgermeister in Münster. Der verheiratete Vater von fünf Kindern gewann im Herbst 2020 zum dritten Mal die Direktwahl in seiner Geburtsstadt.

          Der Leipziger Jung gibt das Amt an der Spitze des Städtetags turnusgemäß ab. Der frühere Lehrer wird voraussichtlich von der SPD-Gruppe im Städtetag zum Vizepräsidenten vorgeschlagen. Er ist seit Juni 2019 Städtetag-Präsident, zuvor war er einer der Stellvertreter. Erst vor wenigen Wochen forderte er mit Blick auf den nahenden Winter „jetzt schnell“ eine 2-G-Regelung etwa in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Schulen. „Sinnvoll ist es genauso, wenn nur Geimpfte und Genesene Clubs, Theater, Kinos und Fitnessstudios besuchen können.“ Für solche Regeln sei weiterhin ein bundeseinheitlicher Rahmen notwendig, mahnte er. Er warb wiederholt für eine klare Haltung gegen eine Verrohung der Debatten und warnte vor Hass und Hetze.

          Jung ist verheiratet und ebenfalls Vater von fünf Kindern. Weitere stellvertretende Präsidenten sind Grüne, parteilos und Linke. Das spiegelt die Überparteilichkeit des kommunalen Spitzenverbandes. Die Hauptversammlung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Was das Leben ausmacht. Die Städte in Deutschland“. Es werden etwa 800 Delegierte und Gäste erwartet. Hauptrednerin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) soll in Erfurt sprechen.

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